GERMAN-FOREIGN-POLICY.com Informationen zur deutschen Außenpolitik: Nachrichten + Interviews + Analysen + Hintergründe
- „Aus dem DrehÂbuch der extreÂmen RechÂten“am FreiÂtag, 4. April 2025 um 21:01
(EigeÂner Bericht) – DeutÂsche BehörÂden bereiÂten die AbschieÂbung ersÂter migranÂtiÂscher GegÂner des GazaÂkriegs vor. BetrofÂfen sind vier schon seit JahÂren in BerÂlin ansäsÂsiÂge PerÂsoÂnen – drei davon EU-BürÂger –, die sich an ProÂtesÂten gegen den GazaÂkrieg beteiÂligt haben. Es lieÂgen keiÂnerÂlei GerichtsÂurÂteiÂle gegen sie vor; die BehörÂden begrünÂden ihre AusÂweiÂsung mit unbeÂwieÂseÂnen poliÂzeiÂliÂchen BehaupÂtunÂgen, die im Kern auf ihre GegÂnerÂschaft zur israeÂliÂschen RegieÂrungsÂpoÂliÂtik sowie zur israeÂliÂschen KriegsÂfühÂrung im GazaÂstreiÂfen zieÂlen. Ihr Anwalt urteilt, es handÂle sich um einen PräÂzeÂdenzÂfall. Gelingt er, dann wäre künfÂtig die AbschieÂbung weiÂteÂrer aus poliÂtiÂschen GrünÂden unerÂwünschÂter MigranÂten denkÂbar. VerÂantÂwortÂlich ist der SPD-geführÂte BerÂliÂner InnenÂseÂnat. Der VorÂstoß folgt einer zunehÂmenÂden AusÂgrenÂzung von KriÂtiÂkern der israeÂliÂschen RegieÂrungsÂpoÂliÂtik in der deutÂschen ÖffentÂlichÂkeit und steiÂgenÂder RepresÂsiÂon gegen ProÂtesÂte gegen den GazaÂkrieg. Er geschieht, wähÂrend IsraÂels MinisÂterÂpräÂsiÂdent BenÂjaÂmin NetanÂjaÂhu und seiÂne Likud-ParÂtei, vor öffentÂliÂcher KriÂtik in DeutschÂland geschützt, die extreÂme RechÂte in EuroÂpa unterÂstütÂzen und wähÂrend sich die israeÂliÂsche KriegsÂfühÂrung im GazaÂstreiÂfen weiÂter radiÂkaÂliÂsiert.
- Im ZollÂweltÂkriegam MittÂwoch, 2. April 2025 um 23:26
(EigeÂner Bericht) – Die Trump-AdmiÂnisÂtraÂtiÂon hat am gestÂriÂgen DiensÂtag beiÂspielÂloÂse, für die EU folÂgenÂreiÂche sowie für verÂarmÂte StaaÂten verÂnichÂtenÂde ZölÂle auf alle EinÂfuhÂren in die VerÂeiÂnigÂten StaaÂten verÂhängt. Ab SamsÂtag kasÂsieÂren die USA auf alle ImporÂte aus sämtÂliÂchen LänÂdern außer KanaÂda und MexiÂko ZölÂle in einer Höhe von zehn ProÂzent. Ab MittÂwoch nächsÂter Woche komÂmen ZölÂle in verÂschieÂdeÂner Höhe für zahlÂreiÂche StaaÂten und StaaÂtenÂgrupÂpen hinÂzu; die EU ist mit 20 ProÂzent betrofÂfen, Japan mit 24 ProÂzent, TaiÂwan mit 32 ProÂzent, KamÂboÂdscha mit 49 ProÂzent. Ab dem heuÂtiÂgen DonÂnersÂtag wird mit GegenÂmaßÂnahÂmen der betrofÂfeÂnen StaaÂten gerechÂnet. ExperÂten rechÂnen mit draÂmaÂtiÂschen FolÂgen. Bereits in Kraft gesetzt worÂden sind am gestÂriÂgen MittÂwoch ZölÂle von 25 ProÂzent auf Pkw-ExporÂte in die USA; zudem hat WashingÂton erstÂmals sogeÂnannÂte SekunÂdärÂzölÂle in Gang gesetzt – benannt nach dem VorÂbild der SekunÂdärÂsankÂtioÂnen. Schon in der verÂganÂgeÂnen Woche hatÂte die Trump-AdmiÂnisÂtraÂtiÂon zudem erstÂmals verÂsucht, in EuroÂpa ansäsÂsiÂge FirÂmen zur AnpasÂsung an US-GesetÂze zur InnenÂpoÂliÂtik zu nötiÂgen – mit einem SchreiÂben, das die US-BotÂschaft in FrankÂreich an dorÂtiÂge UnterÂnehÂmen verÂschickt hat.
- Urteil mit FolÂgenam DiensÂtag, 1. April 2025 um 23:04
(EigeÂner Bericht) – Eine euroÂpaÂweit verÂnetzÂte DenkÂfaÂbrik warnt vor „weiÂterÂreiÂchenÂden euroÂpäiÂschen KonÂseÂquenÂzen“ des fakÂtiÂschen AusÂschlusÂses von MariÂne Le Pen von der nächsÂten PräÂsiÂdenÂtenÂwahl in FrankÂreich. Nach dem Urteil, das Le Pen mit soforÂtiÂger WirÂkung das pasÂsiÂve WahlÂrecht entÂzoÂgen hat, sei von einem unmitÂtelÂbaÂren AufÂschwung „für Anti-EstabÂlishÂment-BeweÂgunÂgen in ganz EuroÂpa“ ausÂzuÂgeÂhen, heißt es in einer aktuÂelÂlen StelÂlungÂnahÂme aus dem EuroÂpean CounÂcil on ForÂeign RelaÂtiÂons (ECFR). Laut UmfraÂgen ist in FrankÂreich naheÂzu die HälfÂte der BevölÂkeÂrung der AufÂfasÂsung, das Urteil sei poliÂtisch motiÂviert geweÂsen. FühÂrenÂde PoliÂtiÂker der extreÂmen RechÂten aus der gesamÂten EU haben Le Pen ihre UnterÂstütÂzung ausÂgeÂsproÂchen, unter ihnen ein MinisÂterÂpräÂsiÂdent sowie ein stellÂverÂtreÂtenÂder MinisÂterÂpräÂsiÂdent. Auch aus Nord- und SüdÂameÂriÂka erhielt die PoliÂtiÂkeÂrin UnterÂstütÂzung, zudem von einem israeÂliÂschen MinisÂter, der erst kürzÂlich VerÂtreÂter extrem rechÂter ParÂteiÂen aus der EU zu einer KonÂfeÂrenz nach JeruÂsaÂlem gelaÂden hat, sowie von der HeriÂtaÂge FounÂdaÂtiÂon aus den USA. Damit vollÂzieÂhen zenÂtraÂle EleÂmenÂte eines neuÂen NetzÂwerks der transÂatÂlanÂtiÂschen extreÂmen RechÂten einen SchulÂterÂschluss.
- NeuÂausÂrichÂtung im SüdÂkauÂkaÂsusam DiensÂtag, 1. April 2025 um 20:46
(EigeÂner Bericht) – DeutschÂland muss bei seiÂnen EinÂflussÂbeÂstreÂbunÂgen im SüdÂkauÂkaÂsus RückÂschläÂge hinÂnehÂmen. Dies zeigt eine AnaÂlyÂse verÂschieÂdeÂner poliÂtiÂscher EntÂwickÂlunÂgen in den StaaÂten ArmeÂniÂen und GeorÂgiÂen, die in der straÂteÂgisch überÂaus wichÂtiÂgen RegiÂon zwiÂschen der TürÂkei, RussÂland, Iran und ZenÂtralÂasiÂen lieÂgen. HatÂte sich im SchatÂten des UkraiÂneÂkrieÂges zunächst die deutÂsche PräÂsenz in der RegiÂon ausÂgeÂweiÂtet – unter andeÂrem mit der ReaÂliÂsieÂrung eines EinÂsatÂzes von PoliÂzei und MiliÂtär aus der EU an der armeÂniÂschen AußenÂgrenÂze –, so erstarkt derÂzeit vor allem der rusÂsiÂsche EinÂfluss wieÂder. ArmeÂniÂen etwa verÂhanÂdelt mit RussÂland über eine AusÂweiÂtung des bilaÂteÂraÂlen HanÂdels, wähÂrend GeorÂgiÂens RegieÂrung unter PreÂmierÂmiÂnisÂter IraÂkli KobachÂidÂse die diploÂmaÂtiÂschen BezieÂhunÂgen zu MosÂkau zu verÂbesÂsern sucht. Zugleich steht ein EU-EinÂsatz in ArmeÂniÂen, der von einem deutÂschen PoliÂzisÂten geleiÂtet wird, vor dem Abzug, wähÂrend GeorÂgiÂens PreÂmierÂmiÂnisÂter dem deutÂschen BotÂschafÂter in TifÂlis vorÂwirft, sich als „RepräÂsenÂtant der radiÂkaÂlen OppoÂsiÂtiÂon“ zu gerieÂren. EinÂfluss gewinÂnen im SüdÂkauÂkaÂsus neben RussÂland vor allem ChiÂna und die VerÂeiÂnigÂten AraÂbiÂschen EmiÂraÂte.
- Zu Gast in IsraÂelam MonÂtag, 31. März 2025 um 19:07
(EigeÂner Bericht) – IsraÂels ultraÂrechÂte RegieÂrung intenÂsiÂviert ihre ZusamÂmenÂarÂbeit mit der extreÂmen RechÂten in EuroÂpa und schließt auch eine KoopeÂraÂtiÂon mit der AfD nicht grundÂsätzÂlich aus. An einer InterÂnaÂtioÂnaÂlen KonÂfeÂrenz zum Kampf gegen den AntiÂseÂmiÂtisÂmus, zu der verÂganÂgeÂne Woche IsraÂels MinisÂteÂriÂum für DiaÂspoÂraÂanÂgeÂleÂgenÂheiÂten einÂgeÂlaÂden hatÂte, nahÂmen RepräÂsenÂtanÂten diverÂser ParÂteiÂen der extrem rechÂten PatrioÂten für EuroÂpa (PfE) teil, darÂunÂter etwa JorÂdan BarÂdelÂla, PräÂsiÂdent des franÂzöÂsiÂschen RasÂsemÂblemÂent NatioÂnal (RN). Zuvor hatÂte der Likud, die ParÂtei von MinisÂterÂpräÂsiÂdent BenÂjaÂmin NetanÂjaÂhu, BeobÂachÂterÂstaÂtus bei den PfE erlangt; AußenÂmiÂnisÂter Gideon Saar hatÂte IsraÂels DiploÂmaÂten unter andeÂrem in FrankÂreich angeÂwieÂsen, die BezieÂhunÂgen zu diverÂsen ParÂteiÂen der extreÂmen RechÂten zu norÂmaÂliÂsieÂren. DieÂse entÂstamÂmen mehrÂheitÂlich dem Milieu alter AntiÂseÂmiÂten und steÂhen häuÂfig in direkÂter TraÂdiÂtiÂon zu NS-KolÂlaÂboÂraÂteuÂren. IsraÂels DiaÂspoÂrÂamiÂnisÂter ChiÂkÂli erklärt, er „hofÂfe“, die AfD werÂde sich von einiÂgen umstritÂteÂnen PoliÂtiÂkern lösen. Dann sei er bereit, mit ihr zu koopeÂrieÂren. Mit NetanÂjaÂhu, der ihn unterÂstützt, arbeiÂtet die deutÂsche RegieÂrung sehr eng zusamÂmen.
- Mit DigiÂtalÂabÂgaÂben gegen AutoÂzölÂleam FreiÂtag, 28. März 2025 um 0:12
(EigeÂner Bericht) – Die EU-KomÂmisÂsiÂon zieht in ReakÂtiÂon auf neu angeÂkünÂdigÂte US-ZölÂle zum ersÂten Mal direkÂte MaßÂnahÂmen gegen die AktiÂviÂtäÂten der US-DigiÂtalÂkonÂzerÂne in EuroÂpa in Betracht. Wie es in BrüsÂsel heißt, könÂne man etwa der OnlineÂplattÂform X von Trump-AdlaÂtus Elon Musk perÂsoÂnaÂliÂsierÂte WerÂbung unterÂsaÂgen. Dann habe sie „kein GeschäftsÂmoÂdell in EuroÂpa“ mehr. Zudem solÂlen am 13. April GegenÂzölÂle in Kraft treÂten. US-PräÂsiÂdent Donald Trump hatÂte am MittÂwoch (OrtsÂzeit) per Dekret ZölÂle in Höhe von 25 ProÂzent auf die EinÂfuhr von Autos und AutoÂteiÂlen in die VerÂeiÂnigÂten StaaÂten verÂhängt. Die ZölÂle, die ab der komÂmenÂden Woche erhoÂben werÂden solÂlen, würÂden der deutÂschen Kfz-BranÂche ernsÂte SchäÂden zufüÂgen. UrsaÂche ist, dass die USA der bedeuÂtendsÂte AbnehÂmer in DeutschÂland geferÂtigÂter Autos sind; sie nahÂmen zuletzt 13,1 ProÂzent aller deutÂschen Pkw-ExporÂte ab – mehr als GroßÂbriÂtanÂniÂen (11,3 ProÂzent) und FrankÂreich (7,4 ProÂzent). Die US-ZölÂle trefÂfen die deutÂsche Kfz-IndusÂtrie in einer PhaÂse zunehÂmenÂder SchwäÂche. BeobÂachÂter weiÂsen darÂauf hin, dass die BranÂche gegenÂüber der KonÂkurÂrenz aus ChiÂna zurückÂgeÂfalÂlen ist, und warÂnen von einem „Nokia-Moment“.
- Die USA ersetÂzenam DonÂnersÂtag, 27. März 2025 um 22:10
(EigeÂner Bericht) – DeutschÂland und die EU nutÂzen den RückÂzug der USA aus SüdÂafriÂka sowie die Trump’sche KonÂfronÂtaÂtiÂonsÂpoÂliÂtik gegenÂüber dem Land, um ihre eigeÂne PosiÂtiÂon dort zu stärÂken. In der verÂganÂgeÂnen Woche haben die EU und mehÂreÂre StaaÂten EuroÂpas bekräfÂtigt, sie würÂden ein ProÂgramm zur UmstelÂlung von KohÂle- auf erneuÂerÂbaÂre EnerÂgie fortÂsetÂzen, das sie im Jahr 2021 gemeinÂsam mit den USA begonÂnen hatÂten – unter der BezeichÂnung Just EnerÂgy TranÂsiÂtiÂon PartÂnerÂship (JETP). Zuvor hatÂten KomÂmisÂsiÂonsÂpräÂsiÂdenÂtin UrsuÂla von der LeyÂen und RatsÂpräÂsiÂdent AntóÂnio CosÂta auf dem ersÂten EU-SüdÂafriÂka-GipÂfel seit sieÂben JahÂren erklärt, künfÂtig enger mit PreÂtoÂria koopeÂrieÂren zu wolÂlen. Nicht zuletzt zieÂhe man es in Betracht, bei EntÂwickÂlungsÂproÂjekÂten einÂzuÂsprinÂgen, deren FörÂdeÂrung die USA nach dem AmtsÂanÂtritt von PräÂsiÂdent Donald Trump einÂgeÂstellt hätÂten. Der Zustand der südÂafriÂkaÂnisch-US-ameÂriÂkaÂniÂschen BezieÂhunÂgen gilt gegenÂwärÂtig als schlechÂter denn je, nachÂdem Trump begonÂnen hat, SüdÂafriÂka wüst zu attaÂckieÂren und ihm etwa die VerÂfolÂgung seiÂner weiÂßen MinÂderÂheit vorÂzuÂwerÂfen. Offen ist, ob DeutschÂland neben seiÂner HochÂrüsÂtung genug KapaÂziÂtäÂten hat, um seiÂne AktiÂviÂtäÂten in SüdÂafriÂka zu stärÂken.
- RezenÂsiÂon: „MeuÂteÂrei“am DonÂnersÂtag, 27. März 2025 um 10:35
Die Welt sei in AufÂruhr, hielt FioÂna Hill, Ex-MitÂarÂbeiÂteÂrin im NatioÂnaÂlen SicherÂheitsÂrat der VerÂeiÂnigÂten StaaÂten, im Mai verÂganÂgeÂnen JahÂres in einer Rede in der estÂniÂschen HauptÂstadt TalÂlinn fest. In zahlÂreiÂchen LänÂdern des GloÂbaÂlen Südens krisÂtalÂliÂsieÂre sich in „EliÂten und BevölÂkeÂrunÂgen“ wachÂsenÂder WiderÂstand gegen die HegeÂmoÂnie des WesÂtens bzw. gegen die HegeÂmoÂnie der VerÂeiÂnigÂten StaaÂten herÂaus. Die ÃœberÂzeuÂgung setÂze sich durch, der WesÂten habe dem Süden „in einer Zeit der SchwäÂche“ ein interÂnaÂtioÂnaÂles SysÂtem „aufÂgeÂnöÂtigt“, das seiÂnen BedürfÂnisÂsen, seiÂnen InterÂesÂsen nicht gerecht werÂde. StattÂdesÂsen domiÂnierÂten die transÂatÂlanÂtiÂschen MächÂte „den interÂnaÂtioÂnaÂlen DisÂkurs“. Das jüngsÂte BeiÂspiel, räumÂte Hill ein, sei der UkraiÂne-Krieg. In ihm gehe es nach AufÂfasÂsung vieÂler im GloÂbaÂlen Süden nicht darÂum, die UkraiÂne, sonÂdern vielÂmehr die gloÂbaÂle DomiÂnanz des WesÂtens zu retÂten, die RussÂland mit dem Krieg offen in FraÂge gestellt habe. Das sei denn auch die UrsaÂche, wieÂso die RussÂland-SankÂtioÂnen keiÂne UnterÂstütÂzung im GloÂbaÂlen Süden erhielÂten. Dort tobe zur Zeit vielÂmehr „eine MeuÂteÂrei“ – „eine MeuÂteÂrei gegen das, was sie als den kolÂlekÂtiÂven WesÂten anseÂhen“.
- „AmeÂriÂkaÂniÂsche WafÂfen verÂmeiÂden“am DiensÂtag, 25. März 2025 um 23:18
(EigeÂner Bericht) – Die DebatÂte um einen mögÂliÂchen AusÂstieg aus der BeschafÂfung des US-KampfÂjets F‑35 in DeutschÂland und in andeÂren StaaÂten EuroÂpas spitzt sich zu. HinÂterÂgrund ist, dass der Jet nur mit ZustimÂmung der US-RegieÂrung einÂgeÂsetzt werÂden kann und KneÂbelÂbeÂstimÂmunÂgen etwa in puncÂto ErsatzÂteiÂle und SoftÂware es unmögÂlich machen, bei miliÂtäÂriÂschen OpeÂraÂtioÂnen mit der F‑35 aus der AbhänÂgigÂkeit von den USA ausÂzuÂbreÂchen. Ein konÂserÂvaÂtiÂver ParÂlaÂmentsÂabÂgeÂordÂneÂter aus DäneÂmark warnt, die Trump-AdmiÂnisÂtraÂtiÂon könÂne die däniÂschen F‑35 durch die VerÂweiÂgeÂrung von WarÂtung und ErsatzÂteiÂlen lahmÂleÂgen und KopenÂhaÂgen damit zum VerÂzicht auf GrönÂland zu nötiÂgen suchen. PorÂtuÂgal denkt bereits darÂüber nach, anstelÂle des US-KampfÂjets ein andeÂres FlugÂzeug zu beschafÂfen. In FraÂge käme die franÂzöÂsiÂsche RafaÂle. Deren HerÂstelÂler DasÂsault AviaÂtiÂon hofft jetzt auf MilÂliÂarÂdenÂgeÂschäfÂte. In BerÂlin drinÂgen insÂbeÂsonÂdeÂre überÂzeugÂte TransÂatÂlanÂtiÂker darÂauf, aus der F‑35-BeschafÂfung ausÂzuÂsteiÂgen, um miliÂtäÂriÂsche UnabÂhänÂgigÂkeit zu erreiÂchen. Für die nukleaÂre TeilÂhaÂbe, in deren RahÂmen deutÂsche Jets US-AtomÂbomÂben abwürÂfen, ist keiÂne AlterÂnaÂtiÂve zur F‑35 in Sicht. AllerÂdings steht auch die nukleaÂre TeilÂhaÂbe zur DebatÂte.
- Alte FesÂseln lösenam DiensÂtag, 25. März 2025 um 21:47
(EigeÂner Bericht) – Eine fühÂrenÂde deutÂsche TagesÂzeiÂtung pläÂdiert, um die nukleaÂre AufÂrüsÂtung der BunÂdesÂreÂpuÂblik zu ermögÂliÂchen, für einen „AusÂstieg aus dem Zwei-plus-vier-VerÂtrag“. „DeutÂsche WehrÂhafÂtigÂkeit gebieÂte“ dies, heißt es in einem LeitÂkomÂmenÂtar der FrankÂfurÂter AllÂgeÂmeiÂnen ZeiÂtung, der dabei Bezug auf die TatÂsaÂche nimmt, dass der VerÂtrag BerÂlin nicht nur die BeschafÂfung von ABC-WafÂfen unterÂsagt, sonÂdern auch die AufÂstoÂckung des PerÂsoÂnalÂbeÂstanÂdes der BunÂdesÂwehr auf mehr als 370.000 SolÂdaÂten. Das PläÂdoyÂer erfolgt, wähÂrend ExperÂten bestäÂtiÂgen, die BunÂdesÂreÂpuÂblik sei techÂnoÂloÂgisch fragÂlos in der Lage, AtomÂbomÂben und nukleÂar bestückÂbaÂre MarschÂflugÂkörÂper zu bauÂen. Unklar sei ledigÂlich, wo man die unumÂgängÂliÂchen AtomÂtests durchÂfühÂren könÂne. ManÂche weiÂsen darÂauf hin, dass der ebenÂfalls erforÂderÂliÂche AusÂstieg aus dem AtomÂwafÂfenÂsperrÂverÂtrag weitÂreiÂchenÂde gloÂbaÂle FolÂgen haben könÂne; nicht nur Iran und SauÂdi-AraÂbiÂen, auch SüdÂkoÂrea und Polen dächÂten in dieÂsen Tagen über eine nukleaÂre AufÂrüsÂtung nach. UmfraÂgen zeiÂgen, dass die ZustimÂmung der BevölÂkeÂrung zunimmt, aber bisÂher noch in der MinÂderÂheit ist. Aus der BunÂdesÂwehr heißt es, man müsÂse „moraÂliÂsche RefleÂxe“, die dafür verÂantÂwortÂlich seiÂen, überÂwinÂden.