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- Zeiten-Wende – Zeiten-Ende?am Dienstag, 15. September 2026 um 9:06
Adolf Hitler hatte zwar keinen Führerschein, aber er war ein heftiger Propagandist des „Kraft durch Freude-Wagen“, der später zum Volkswagen umfirmierte. Eigentlich für die private Massenmotorisierung gedacht, wurde das VW-Werk im Frühjahr 1940 auf Rüstungsproduktion umgestellt: Hitler wollte die Deutschen in den Krieg führen. VW-Rüstung Volkswagen kehrt zu seinen militärischen Wurzeln zurück: Der VW-Standort Osnabrück soll “zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen weiterentwickelt” werden. Das ist ein neuer Höhepunkt der “Zeitenwende“. Es war im Februar 2022, als Bundeskanzler Scholz in seiner Regierungserklärung den Begriff „Zeitenwende“ verwandte und ein „Sondervermögen“ zur Erhöhung des Rüstungsetats verkündete. Der damalige Oppositionsführer Friedrich Merz stimmte dem Kanzler zu. Seit dieser Zeit steigt der Rüstungsetat ständig. NATO-Beschluss Veranlasst wurde und wird die wachsende Militarisierung von Staat und Gesellschaft durch einen NATO-Beschluss aus dem September 2014, der ihren Mitgliedsstaaten eine Erhöhung der Rüstungsetats um zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts jährlich befahl. Dieser Beschluss wurde als Reaktion auf die „Annexion“ der Krim durch Russland verkauft und verschärfte das Wettrüsten. „Annexion“ ist die pure Propaganda Der Begriff „Annexion“ ist die pure Propaganda, denn die Krim, die seit dem Mittelalter unterschiedliche Herrschaften erlebte – Venedig, Genua, Türkei – wurde am Ende des 18. Jahrhunderts Teil des russischen Kaiserreichs und gehörte nach der Revolution folgerichtig zur Sowjetunion. Es war der Regierungschef Nikita Chruschtschow, der die Krim in einer Wodkalaune in die Ukrainische Sowjetrepublik verschob. Seit der Zarenzeit gab es auf der Krim den strategisch bedeutenden russischen Flottenstützpunkt Sewastopol. Es war für die Russen eine militärische Überlebensfrage, dass Sewastopol nicht in die Hände der NATO fallen durfte. Rekord-Rüstungshaushalt von 109,7 Milliarden Vor der Zeitenwende lag der reguläre Wehretat bei rund 47 bis 50 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2024 wuchs der reguläre Haushalt auf rund 52 Milliarden Euro an. Für 2026 ist im regulären Wehretat eine Summe von rund 82,7 Milliarden Euro eingeplant. Der Kabinettsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sieht einen Rekord-Kernhaushalt von 109,7 Milliarden vor. Da jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann, geht die brutale Entwicklung der Rüstungsausgaben zu Lasten sozialer Projekte. Waffen im Krieg verschleissen Rüstung trägt den Krieg in sich: Die vielen Waffen, von denen die Herrschenden behaupten, sie würden der Verteidigung dienen, dienen wesentlich dem Profit der Rüstungsindustrie. Dieser Profit wächst am schnellsten, wenn diese Mordwerkzeuge schnell erneuert werden. Und am schnellsten werden sie erneuert, wenn sie – im Krieg eingesetzt – verschlissen werden. Anonyme Propaganda-Drohne Wer, wie die interessierten Kreise in der Bundesrepublik, für die anonyme Propaganda-Drohne vom Leipziger Flugplatz die Russen verantwortlich macht, der will den Waffen-Verschleiss möglichst umgehend herbeiführen. Der will zurück zu Hitlers „Kraft-durch-Freude-Wagen“, der als Wehrmacht-Kübelwagen in den Weiten Russlands den Tod bringen sollte und vom totalen Krieg in die totale Niederlage fuhr.
- CDU GEGEN AFDam Samstag, 12. September 2026 um 7:33
Es ist ausgerechnet der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst von der CDU, der die aktuelle AfD-Verbotsdebatte anführt. Immerhin waren es CDU-Mitglieder wie Alexander Gauland und andere aus dem CDU-Umfeld, die im Jahr 2013 die AfD gegründet hatten. Aber seit dem Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt rückt ihr das inzwischen ungeliebte Kind zu dicht auf den Pelz. Konkurrenz ist zwar demokratisch, belebt aber für kapitalistische Parteien doch nicht das Geschäft. KPD-Verbot Das bekannteste Partei-Verbotsverfahren in der Bundesrepublik war jenes gegen die KPD im August 1956. Der Autor dieses Artikels war selbst zeitweilig Mitglied der illegalen KPD und weiß deshalb wie sehr ein Parteiverbot die politische Arbeit behindert: Das Verbot war in den 50ern zudem mit Haftstrafen bewehrt und wurde 1972 mit einem „Radikalenerlass“ benanntes Berufsverbot ergänzt. Noch vor dem eigentlichen Verbot wurden Aktivitäten für linke Positionen kriminalisiert. AfD verfassungswidrig? Auch wenn AfD und KPD inhaltlich nicht zu vergleichen sind – die KPD war eine Anti-Nato-Partei, die AfD bekennt sich zur NATO – ist die Frage nach der grundgesetzlichen Legitimität ähnlich zu stellen. Nach Art. 21 Abs. 2 Grundgesetz (GG) sind Parteien verfassungswidrig, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden. Sie können durch das Bundesverfassungsgericht verboten werden. Verfassungsgericht nicht überparteilich Wer glaubt, dass das Bundesverfassungsgericht überparteilich ist, der irrt: Die Wahl von Richtern des Bundesverfassungsgerichts erfolgt paritätisch zur Hälfte durch den Bundestag und den Bundesrat, wobei jeweils eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich ist. Bundesrat und Bundestag bestehen also letztlich auch aus Parteivertretern, das heißt aus Konkurrenten der Partei, die verboten werden soll. Solange es für ein Parteiverbot keinen Volksentscheid gibt, ist jedes Parteiverbot demokratisch fragwürdig. So kann die Antwort auf ein Verbot der AfD aus verfassungsrechtlichen Gründen nur NEIN lauten. Inhaltliches NEIN zur AfD Die Frage nach einer außerparlamentarischen Antwort für die auf das Kapital orientierte Partei stellt sich neu: Nach seinem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt plant der AfD-Spitzenkandidat und mögliche Ministerpräsident Ulrich Siegmund die Ansiedlung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit in Sachsen-Anhalt. Die angeblich am nationalen Wohl orientierte Partei will das Land tatsächlich in den Nahost-Konflikt massiv verwickeln. Zudem lehnt die AfD die Anerkennung eines palästinensischen Staates ab und erklärt sich mit dem Terrorstaat Israel grundsätzlich solidarisch. Das dokumentiert die Nähe der AfD zur politischen Linie der deutschen Regierung und entlarvt die Partei als Schein-Opposition. Für die außerparlamentarische Opposition kann es deshalb nur ein NEIN zur AfD geben.
- Sachsen-Anhaltam Montag, 7. September 2026 um 9:21
Wie ein heiliges Mantra verkündeten die AfD-Funktionäre in der Wahlnacht: „Wir können mit allen“. Und genau so ist es. Der Wähler wird erleben, dass CDU-Funktionäre „aus Verantwortung für das Land“ eine Wie-auch-immer-Koalition eingehen werden. Denn es muß ja regiert werden; das heißt: Diäten müssen fließen, irgendeine Funktions-Koalition muß so tun, als ob das Volk sie zur Regierung berufen hat und eine Wie-auch-immer-Handlungsfähigkeit vorspiegeln. Einreißen der „Brandmauer“ Wie weit die Bereitschaft zum Einreißen der „Brandmauer“ gegen die AfD geht, hat in der Wahlnacht der BSW-Funktionär Thomas Schulze im Deutschlandfunk erklärt: Das BSW habe immer gesagt, „dass wir uns an einer Brandmauer-Politik nicht beteiligen“. Man wolle mit allen Parteien sprechen. Man müsse dem BSW nicht vorwerfen, „Steigbügelhalter“ zu sein, das seien die anderen Parteien, sagte Schulze. „Ich sehe die AfD als Partei, die von 44 Prozent der Menschen hier gewählt worden ist. Und dem muss ich Rechnung tragen. Das ist für mich Demokratie.“ (dpa). Gemeinsamkeiten mit der AfD Wenn schon das BSW keine Brandmauer hat, wird es bei der CDU, die in sozialen Fragen jede Menge Gemeinsamkeiten mit der AfD hat, noch schneller gehen. Nach längerem öffentlichem Zögern und demokratischem Schaulaufen wird sie ein scheinbar gequältes JA zu einer Koalition abgeben. Warum auch nicht? Schließlich kommt die AfD-Spitzenfrau Alice Wedel aus dem Stall von Goldman Sachs, einem weltweit führenden Finanz-Dealer; einem Laden, der auch mit Rüstungsaktien jongliert und dringend eine scheinbar demokratische Regierung in Deutschland braucht, die seine Ziele vertritt. Da kann der Black-Rock-Kanzler nicht nein sagen. AfD-Fraktion fordert die Stärkung der deutschen Rüstungs-Unternehmen Immerhin hat die AfD-Fraktion im Bundestag die Stärkung der deutschen Rüstungs-Unternehmen gefordert und ebenfalls verlangt, die Beschaffungsprozesse zu entbürokratisieren: Da wissen Rheinmetall & Co. was man an der AfD hat. Schließlich hat die US-Investmentbank Goldman Sachs die europäische Rüstungsindustrie positiv bewertet und sieht vor allem den Düsseldorfer Konzern Rheinmetall als Branchenprimus. Da werden doch bei Frau Weidel schöne Erinnerungen wach. „Nationale Verantwortung“ Politiker der Union sind oder waren in „sicherheitspolitischen“ Förderkreisen und Vereinen aktiv (wie dem Förderkreis Deutsches Heer oder der Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe), in denen auch große Rüstungskonzerne wie Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann und Heckler & Koch Mitglied sind. In diesen Förderkreisen fließt das Geld in jede Tasche, die sich auftut und wird immer dann sichtbar, wenn von „Nationaler Verantwortung“ und „Demokratie“ geschwätzt wird. „Nationale Verantwortung“ – in der Rolle kann die AfD auch auftreten. So wird dann zusammenkommen, was zusammengehört: „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“, sagt der Volksmund. Die Frage ist nur, wie lange das Pack zur Koalition braucht und in welcher demokratischen Verkleidung es auftritt. Das Volk soll klatschen So funktioniert Parlamentarismus: Große Reden aller Art im Parlament, große Resonanz dieser Reden in den Medien; ein Spiel von Regierung und Opposition wird aufgeführt und nach dem medialen Beifall werden die Rollen in der Theater-Garderobe abgegeben, und alle machen dann das, was Goldman Sachs und BlackRock wollen. Der Kapitalismus ist der eigentliche Souverän, das Volk soll klatschen, nicht denken.
- Sehr geehrter Herr Putin!am Donnerstag, 3. September 2026 um 13:52
Sehr geehrter Herr Putin! Ich gehöre zu den Deutschen, die sich der ungeheuerlichen Verbrechen bewußt sind, die deutsche Soldaten zwischen dem 22 Juni 1941 und dem 8. Mai 1945 auf dem Boden Russlands begangen haben. Auch wegen der Millionen Opfer, die das russische Volk zur Befreiung Deutschlands vom Faschismus zu beklagen hatte, bin ich in diesen Tagen rot vor Scham. Ich schäme mich einer Regierung, die versucht, eine Drohne, die auf dem Flughafen Halle/Leipzig gefunden wurde, als einen Drohnenanschlag auszugeben, den Russland zu verantworten habe. Ich gehe bei der Analyse des Vorfalls von einem Text der Tagesschau vom 01. 09. 2026 aus: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/drohnen-flughafen-bundesregierung-100.html aus. Alle Textstellen, die mit Anführungszeichen gekennzeichnet sind, stammen aus diesem Text. Die Tagesschau wird seit Jahrzehnten als Verlautbarungsorgan der deutschen Regierungen genutzt. „In Kursdorf, ebenfalls in der Nähe des Flughafens, entdeckten die Ermittler offenbar weitere Spuren der Operation: eine Antenne an einem Baum und eine Stelle, an der eine Explosion stattgefunden haben dürfte. Darüber hinaus fanden sich Metallteile, die möglicherweise zu einer weiteren Drohne gehörten. Was genau dort passiert ist und warum, ist wohl nicht klar. Möglich wäre, dass die Antenne ein Signal verstärken sollte.“ Die Regierung kommentiert faktisch mit diesem Satz ihre eigenen, nicht haltbaren Vorwürfe: Was genau passiert ist, ist nicht klar. Worte wie „haben dürfte“, „möglicherweise“ charakterisieren einen üblen Verleumdungskonjunktiv, der bar jeder Beweise ist. Was angeblich in Kursdorf passiert ist, wird ergänzt durch ein freches „ ist wohl nicht klar“ und führt zu einem Offenbarungseid der besonders miesen Art: „ (…) eine Antenne an einem Baum und eine Stelle, an der eine Explosion stattgefunden haben dürfte“. Die Wendung „haben dürfte“ kommt aus dem düsteren Reich der Lügen. Im Ergebnis einer dummen und primitiven Erklärung kommen Tagesschau und Regierung zu dieser Folgerung: „Die Bundesregierung komme deshalb zu dem Schluss, dass Russland den hybriden Angriff in Leipzig zu verantworten habe.“ Sehr geehrter Herr Putin, tatsächlich schäme ich mich nicht nur wegen der Undankbarkeit einer deutschen Regierung, die sich nicht an die russischen Opferleistungen bei der Befreiung vom Faschismus erinnern will. Ich schäme mich auch über ein Konglomerat von Lügen, das in seiner Art an Hitlers Überzeugung erinnert, von dem dieser Satz stammt: „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben.“ Tatsächlich wurde und wird die Drohnen-Lüge millionenfach in fast allen deutschen Publikationen wiederholt. Und leider gibt es nicht wenige Menschen, die dieser massiven Propaganda erliegen. Ich schäme mich auch über die Primitivität dieser Propaganda, die nach der Maxime des Nazi-Propagandaministers zusammengezimmert wurde: Goebbels selbst schrieb in seinem Aufsatz „Erkenntnis und Propaganda“ (1928), dass Propaganda „volkstümlich“ sein und ihr Niveau nach der Aufnahmefähigkeit des „Beschränktesten“ ausgerichtet werden müsse. Es gibt sie noch, die anständigen Deutschen: Nach vielen Demonstrationen und Aktionen finden sie sich am 04. September in Berlin vor dem Russischen Haus ein, um gegen dessen Schließung zu protestieren. Ich bin sicher, dass weitere Aktionen im Land folgen werden. Denn Russland ist nicht unser Feind. Die Feinde der Deutschen sind in Wahrheit jene, die eine Propaganda vertreten und verbreiten, die Deutschland „kriegstüchtig“ machen wollen. Auch deshalb treffen sich am 04.09. die Gegner eines Kriegs gegen Russland zwischen 18.00 und 20.00 Uhr vor dem Russischen Haus an der Berliner Friedrichstraße 176–179. Lieber Herr Putin, ich kann sie nur bitten, das deutsche Volk nicht mit der deutschen Regierung zu verwechseln. Mit solidarischen Grüßen Uli Gellermann, Journalist
- Deutsche Medien wollen Kriegam Dienstag, 1. September 2026 um 8:36
Primitiv aber wirksam: Eine Drohne unbekannter Herkunft, angeblich mit Sprengstoff gefüllt, wird auf dem Flughafen Leipzig „gefunden“. Die erste Frage, die ein Journalist stellen sollte, wäre: Was hat die zivile Deutsche Flugsicherungs GmbH gemacht, die für die Überwachung des Luftraums zuständig ist, als die Drohne den Luftraum gefährdete? Die zweite Frage wäre, wenn Journalismus in Deutschland noch redlich funktionieren würde, was hat die militärische Flugsicherung in dieser Zeit getan? Drohnen im russischen Auftrag Aber diese Frage stellt der deutsche Journalismus nicht, denn er weiß ja schon alles Wichtige: Die Drohne war im russischen Auftrag unterwegs. Zwar war der Vorfall Anfang August, aber erst jetzt drehen die Medien richtig auf: Die Tagesschau, die staatliche Anstalt zur Verbreitung der Regierungsmeinung, fragt erst jetzt drohend: „Wann reagiert die Regierung auf den Drohnenvorfall?“ und die angeschlossenen Submedien fragen mit. Russisches Haus wird zur Sicherheitsfrage Der zähe Apparat aus Geheimdiensten, Medien und Regierung glaubt eine Lösung gefunden zu haben: Das „Russische Haus“! Der staatliche „Deutschlandfunk“ befindet am 29. August: „Russisches Haus seit Jahren umstritten“. Der FOCUS entscheidet am 31. August: „Russisches Haus wird zur Sicherheitsfrage“; da muß „Antenne Bayern“ fragen: „Russisches Haus in Berlin: Spionage statt Kultur?“ und der West-Berliner „Tagesspiegel“ weiß schon: „Vor dem Hintergrund zunehmender hybrider Aktivitäten: Berlin erwägt offenbar Sanktionen gegen Russisches Haus“. Die Frage des SPIEGELS „Was tun mit Putins Außenposten in Berlin?“ wird in diesen Tagen mit der öffentlichen Debatte um die Schließung des „Russischen Haus“ vorläufig beantwortet. Artikel 5, NATO-Vertrag Im „Mitteldeutschen Rundfunk“ plädiert der SPD-Verteidigungsexperte Falko Droßmann dafür, nach dem Drohnen-Angriff am Flughafen Leipzig/Halle den Artikel 4 des Nato-Vertrags zu aktivieren. Das sind jene Konsultationen der NATO-Partner, die der Ausrufung des Artikel 5, des „Verteidigungsfalls“, vorausgehen. Wer die „Verteidigung“ ausruft, kündigt den Kriegszustand an. Radio Gleiwitz Der Beginn des zweiten Weltkriegs wurde von Hitler mit einem angeblichen polnischen Angriff auf den deutschen Radiosender Gleiwitz begründet. Heute sind es die Sender und Printmedien selbst, die eine Drohne, die angeblich aus Russland kommt, zum Anlass für aktive Kriegspropaganda nehmen. Die Akteure sind andere als damals, die Methode ist geblieben. Wer die Medien in der Hand hat, bestimmt das Denken der Deutschen. Russen eine Bedrohung für die Welt? Die Umfragemaschine „Infratest dimap“ stellt fest, das fast neun von zehn West- (88 Prozent) und auch Dreiviertel der Ostdeutschen (77 Prozent) in Russland aktuell eine Bedrohung für die Sicherheit in der Welt sehen. So funktioniert Manipulation erfolgreich: Wenn die Massenmedien in der Hand der Herrschenden den Massen die Angst vor den Russen geradezu einprügeln, dann kann eine Propaganda-Drohne zum Auslöser eines Kriegs gegen Russland werden. EINE AKTUELE MELDUNG DER Ströer Digital Publishing GmbH: “Als Reaktion auf den Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle Anfang August schließt die Bundesregierung das russische Generalkonsulat in https://bonn.t‑online.de/region/bonn/”}” Zudem werde der Vertrag für Das Russische Haus in https://berlin.t‑online.de/region/berlin/”}” Berlin gekündigt. Das Haus ist offiziell eine Kultureinrichtung des russischen Staates, gilt unter Sicherheitsexperten aber als Spionagezentrum.” KOMMENTAR Wer Krieg will schließt als erstes die diplomatischen und kulturellen Einrichtungen des “Feindes”.
- CIA als Fake-Produzentam Freitag, 28. August 2026 um 10:01
Da fährt der CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau und die Rheinmetall-Medien in Deutschland überschlagen sich: Ratcliffe soll eine Warnung an die Russen überbracht haben! Mit dieser angeblichen Nachricht wird die Behauptung, die Russen wollten bei Gelegenheit die NATO angreifen, verbreitet und der nützliche Russenhass vertieft: Wenn die Russen die NATO überfallen, dann überfallen sie uns, und für diesen Tag müssen die Deutschen auch den letzten Cent hergeben, damit sie vor den bösen Russen geschützt werden! Profitable Botschaft Um die profitable Botschaft der Rüstungsindustrie unter die Leute zu bringen, lässt der bewährte Springer-Konzern den ehemaligen BND-Chef August Hanning in seinem „Telegraph“ auftreten: Der warnte vor einer „unterschätzten Bedrohung durch Russland“ und einer „naiven Pazifismus-Haltung“ in Deutschland. Putin und Hitler Solche „Nachrichten“ lassen die Rheinmetall-Aktien um 33 Prozent in die Höhe schnellen und sollen den ideologischen Rückhalt der Kriegsgewinnler in der Bevölkerung steigern. Wie üblich werden die zentralen Botschaften der Rheinmetall-Fraktion in allen deutschen Medien gleichförmig wiederholt, und es wimmelt von Wörtern wie „offenbar, könnte sein, wahrscheinlich“, was auf den Wahrheitsgehalt der „Nachrichten“ hinweist. Leider mutiert die Lüge im Bewusstsein der Konsumenten zur Tatsache, wenn sie nur oft genug wiederholt wird. Um die Verleumdung komplett zu machen, wird in der WELT der frühere Ukraine-Sondergesandte der Trump-Regierung, Keith Kellogg erwähnt: Der hatte Putin unter anderem mit Hitler verglichen und vor einem Dritten Weltkrieg gewarnt. Dritten Weltkrieg vorbereiten Wer einen Dritten Weltkrieg vorbereitet, tut gut daran, dem Feind eine Weltkriegsabsicht zu unterschieben: So wird der Feind zum Aggressor, und die tatsächliche Weltkriegsfraktion kann sich als Friedens-Engel darstellen und die eigenen Absichten als notwendige Verteidigung ausgeben. Schuldenregel des Grundgesetzes Auch und gerade um die wachsenden Rüstungs-Ausgaben durchzuwinken, hatte der Bundestag am 8. März 2025 die „Schuldenbremse“ des Grundgesetzes demontiert und ziemlichen Klartext geredet: „Ausgaben für Verteidigung und bestimmte sicherheitspolitische Ausgaben ab einer bestimmten Höhe sollen künftig nicht mehr auf die Schuldenregel des Grundgesetzes angerechnet werden“. Parlament hat Bremse gelöst Das Parlament hat jene Bremse gelöst, die das Land vor der Fahrt in den Krieg schützen sollte. Auch deshalb müssen die Regime-Medien jeden Anlass nutzen, um die „Kriegstüchtigkeit“ der Deutschen zum Kamikaze-Blindflug zu formieren. Wer Deutschland aus den Fesseln der Kriegsfraktion lösen will, muß für die Neutralität des Landes plädieren. Nach dem Artikel 13 des Nordatlantikvertrags von 1949 ist der Austritt aus der NATO möglich. Aber das wird ohne kräftigen außerparlamentarischen Druck nicht geschehen: Raus aus der NATO – rein in das Vergnügen der Selbstbestimmung!
- Der Russe war’sam Samstag, 22. August 2026 um 7:00
Wenn ein Regierungsbeamter morgens stolpert, wird öffentlich vermutet, dass der Russe ihm Stöcke zwischen die Beine geworfen hat. Wenn ein deutscher Politiker abends bei einem Alkoholtest erwischt wird, da hat ihn sicher der Russe mit Wodka abgefüllt; wenn es zu heiß ist, wird angenommen, dass der Russe an der Temperatur gedreht hat und wenn es zu kalt ist, auch. Geheimes Depot! Deutschlands Nachrichtenpolitik folgt einer ähnlichen Methode. Ein aktuelles Beispiel ist die Meldung der Tagesschau: „Geheimes Waffendepot bei Berlin entdeckt – Sicherheitsbehörden haben nach Informationen von WDR, NDR und SZ am Stadtrand von Berlin ein Versteck mit zwei scharfen Waffen entdeckt. Nach Einschätzung der Behörden soll es sich um ein Depot russischer Agenten für mögliche Anschläge handeln.“ Die Frage bleibt: Welche Regierungsstelle hat diesen Dienst befohlen? Diese „Information“ wird dann prompt auch im Berliner Tagesspiegel, dem Regierungssender Deutsche Welle, dem Handelsblatt und anderen Medien veröffentlicht.Welche Waffen könnten es sein? Zwei Küchenmesser? Echt scharf? Warum ist es „geheim“? Welcher Dienst hat WDR, NDR und SZ informiert? Welche Regierungsstelle hat den Dienst angewiesen, die Öffentlichkeit zu „informieren“? Panzerbrigade 45 im Baltikum Was denkt der einfache Bürger? Der Russe legt Waffen-Depots an. Der Russe will Krieg. Wir müssen mehr rüsten, damit der Russe uns nicht besiegt, wenn er uns überfällt. Für ein Überleben im Kampf gegen den Russen zahle ich gern Steuern! Und wenn die Bundeswehr ihre Panzerbrigade 45 im Baltikum stationiert, dann rücken wir den Russen nur aus Sicherheitsgründen auf den Pelz. „Forward Defense“ Die NATO nennt das „Forward Defense“ (Vorwärtsverteidigung). Wie „vorne“ darf es denn sein? Kurz hinter Warschau? An der Stadtgrenze von Minsk? In den Vororten von Moskau? Und wenn dann, kurz vor Moskau, der Russe „Njet“ sagt und die vordere Vorwärtsverteidigung ausbremst, dann weiß der Norm-Deutsche, dass der Russe den Krieg angefangen hat. Wie damals, als Adolf Hitler vor dem Reichstag bellte: „Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen!“.
- Der Vierte Weltkriegam Mittwoch, 19. August 2026 um 10:17
Die USA wagen es, Mitglieder des Internationalen Strafgerichtshofs zu sanktionieren: Damit wird deren Reisefreiheit eingeschränkt und deren ökonomische Handlungsfähigkeit bedroht. Es ist eine Kampfansage gegen jene 125 Mitgliedsstaaten, die den Gerichtshof unterstützen. Auch wenn Staaten wie China und Russland nicht zu den Vertragsstaaten des Gerichtshofs gehören, sind sie doch gemeint: Es geht im Kern um den Haftbefehl des Strafgerichtshofs (IStGH) vom 21. November 2024 gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das will der Netanjahu-Freund Donald Trump nicht länger dulden. Merz: »Das können wir« Der Staat Israel ist der verlängerte Arm der USA im Nahen Osten. Israels Armee ist an der Seite der USA im Krieg gegen den Iran. Es wird Israel sein, das an der blockierten Straße von Hormus für die „Drecksarbeit“ zuständig ist. Der US-Musterschüler Bundeskanzler Friedrich Merz hat schon erklärt, dass sich Deutschland an einem militärischen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus beteiligen würde. Nach einem Treffen mit europäischen Staats- und Regierungschefs in Paris nannte Merz dabei die Minenräumung und die Seeaufklärung. »Das können wir«, betonte der Kanzler. Was Merz wirklich gut kann: Den Bückling gegenüber Trump machen. Es geht um Öl Der US-Krieg gegen den Iran gilt angeblich dem iranischen Atomprogramm – in Wahrheit geht es um Öl: Der Iran besitzt nach Venezuela und Saudi-Arabien die drittgrößten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt mit rund 208 Milliarden Barrel, was etwa 12 Prozent des weltweiten Vorkommens entspricht. Und der Iran kann die Straße von Hormus kontrollieren. Im Jahr 2024 zum Beispiel passierten im Schnitt täglich etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge – fast 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Katar, einer der weltgrößten Exporteure von Flüssigerdgas (LNG), verschifft fast sein gesamtes LNG auf diesem Weg; insgesamt geht rund ein Fünftel des weltweiten LNG-Handels durch diese Meerenge. Der Perma-Krieg der USA um die Rohstoffreserven Die Vereinigten Staaten verbrauchen rund 19,0 bis 19,4 Millionen Barrel Erdöl pro Tag (ca. 3 Milliarden Liter täglich). Damit sind die USA der größte Erdölverbraucher der Welt und verantworten knapp 19 % des globalen Gesamtverbrauchs. Darum geht es im Krieg der USA gegen den Iran. Es ist der permanente Krieg der USA um die weltweiten Rohstoffreserven. In der Ukraine gibt es eine Reihe von Bodenschätzen, wie zum Beispiel Erdöl, Erdgas, Kohle, Seltene Erden und Lithium: Darum geht es im Ukrainekrieg! Und es geht um Russland: Das Land gehört zu den weltweit reichsten Ländern an natürlichen Bodenschätzen und ist ein global zentraler Lieferant von fossilen Energieträgern sowie wichtigen Industriemetallen. All das wollen Trump und seine Hintermänner dringend besitzen. Peter Thiel im Öl-Geschäft Gerade erst ist der Palantir-Mitgründer Peter Thiel (ein Trump Financier) bei einem der größten Ölkonzerne in Argentinien eingestiegen. Thiels Hedgefonds Thiel „Macro LLC“ erwarb für rund 76 Millionen Dollar einen Anteil von einem Prozent an „Vista Energy“ (früher Vista Oil & Gas), wie aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervor geht. Das Unternehmen fördert nach eigenen Angaben umgerechnet rund 160.000 Barrel Öl und Gas pro Tag. Es geht um Weltherrschaft Es geht um die Weltherrschaft. Da ist Trumps Sanktion gegen Mitglieder des Internationalen Strafgerichtshofs nur ein Nebenkriegsschauplatz und doch symptomatisch: Der vierte Weltkrieg ist nicht erklärt und hat doch schon begonnen. Wer sich in diesem Kampf auf die Seite der USA schlägt, wird zu den Verlierern gehören. Deutschland muß sich raushalten, muß dringend seine Neutralität erklären. Sonst wird es nicht mehr aufzufinden sein.
- Kaiser Trump will Straße von Hormusam Sonntag, 16. August 2026 um 7:50
Schon als Tump Grönland haben wollte, hätten wohlmeinende Bekannte von ihm psychiatrische Hilfe anfordern können. Aber Trump verkörpert den Charakter des US-Imperialismus, der ist nicht heilbar. Und noch haben die Völker der Welt keine geschlossene Anstalt für das imperialistische Raubtier gebaut. Man wird auf China und Russland setzen müssen und wenn die nicht helfen, müssen die Deutschen schnellstens raus aus der NATO, um sich in Sicherheit zu bringen. Russen an der Ukrainefront Selbst Menschen, die von der Gefährlichkeit des US-Imperialismus wissen und seinen Krakenarm – die NATO – kennen, begreifen häufig den russischen Zwang zum Krieg gegen die Ukraine nicht: Nachdem die Ukraine-Putschregierung im Februar 2019 einen NATO-Beitritt in die Verfassung implementierte, drohte das US-Monster, den Russen auf den Pelz zu rücken. Damit ging es um die nationale Souveränität Russlands: Um die zu sichern, mussten die Russen alle Kräften mobilisieren. Seit diesem Tag kämpfen die Russen an der Ukrainefront. Völkerrechtswidriger Krieg gegen den Iran Seit dem 28. Februar 2026 führen die US-Streitkräfte und die Streitkräfte Israels einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran. Wie schon beim US-Raubzug gegen Venezuela geht es erneut um Öl: Der amerikanische Imperialismus will das Blut der Volkswirtschaften nur in seinen Adern fliessen lassen. Die Straße von Hormus ist jene Meerenge, die den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman im Osten verbindet. Sie ist der weltweit wichtigste Engpass für die Erdöl- und Flüssigerdgas-Exporte. Rund ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Flüssigerdgas-Transporte passieren diese Meerenge. „Sobald wir Iran besiegt haben …“ Genau deshalb will Kaiser Trump die Straße von Hormus besitzen »Sobald wir Iran besiegt haben … werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären«, sagte er bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat New Jersey. „Sobald wir Iran besiegt haben“, sagt der Irre im Weißen Haus; aber genau im Iran marschieren die US-Militärs in eine vernichtende Niederlage. Fremde Truppen mobilisieren in angegriffenen Ländern immer alle Kräfte der Gegenwehr: Innere Streitigkeiten schweigen zugunsten der Landesverteidigung und machen ungeahnte Kräfte frei. Die Tötung des Aggressors wird zur patriotischen Tat. Das hätten die USA aus dem Vietnamkrieg als Lehre ziehen können; das mussten die Deutschen im Vaterländischen Krieg der Russen ab dem 22. Juni 1941 bitter lernen. Atomwaffen als Lebensversicherung Noch hat der Iran sein ziviles Atomprogramm nicht in ein Programm zur militärischen Nutzung umprofiliert. Aber eine weitere Anreicherung der im Iran vorhandenen hochangereichertem 400 Kilogramm Uran ist jederzeit möglich. Und keiner weiß, wie der Iran auf weiteren militärischen Druck der USA reagieren wird. Nordkorea, von den USA seit Jahrzehnten als Erzfeind ausgesucht, hat seine atomaren Reserven zum Selbstschutz immer weiter ausgebaut. Man muß diesen Staat heute zu den Atommächten zählen. Auch Atomwaffen als Lebensversicherung sind für die Welt gefährlich. Damit Deutschland sich aus der Befehlsstruktur der USA befreien kann, muß es raus aus der NATO, muß sich das Land für neutral erklären. Wie Österreich und die Schweiz.








