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  • Zei­ten-Wen­de – Zei­ten-Ende?
    am Diens­tag, 15. Sep­tem­ber 2026 um 9:06

    Adolf Hit­ler hat­te zwar kei­nen Füh­rer­schein, aber er war ein hef­ti­ger Pro­pa­gan­dist des „Kraft durch Freu­de-Wagen“, der spä­ter zum Volks­wa­gen umfir­mier­te. Eigent­lich für die pri­va­te Mas­sen­mo­to­ri­sie­rung gedacht, wur­de das VW-Werk im Früh­jahr 1940 auf Rüs­tungs­pro­duk­ti­on umge­stellt: Hit­ler woll­te die Deut­schen in den Krieg füh­ren. VW-Rüs­tung Volks­wa­gen kehrt zu sei­nen mili­tä­ri­schen Wur­zeln zurück: Der VW-Stand­ort Osna­brück soll “zu einem Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­lö­sun­gen wei­ter­ent­wi­ckelt” wer­den. Das ist ein neu­er Höhe­punkt der “Zei­ten­wen­de“. Es war im Febru­ar 2022, als Bun­des­kanz­ler Scholz in sei­ner Regie­rungs­er­klä­rung den Begriff „Zei­ten­wen­de“ ver­wand­te und ein „Son­der­ver­mö­gen“ zur Erhö­hung des Rüs­tungs­etats ver­kün­de­te. Der dama­li­ge Oppo­si­ti­ons­füh­rer Fried­rich Merz stimm­te dem Kanz­ler zu. Seit die­ser Zeit steigt der Rüs­tungs­etat stän­dig. NATO-Beschluss Ver­an­lasst wur­de und wird die wach­sen­de Mili­ta­ri­sie­rung von Staat und Gesell­schaft durch einen NATO-Beschluss aus dem Sep­tem­ber 2014, der ihren Mit­glieds­staa­ten eine Erhö­hung der Rüs­tungs­etats um zwei Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­dukts jähr­lich befahl. Die­ser Beschluss wur­de als Reak­ti­on auf die „Anne­xi­on“ der Krim durch Russ­land ver­kauft und ver­schärf­te das Wett­rüs­ten. „Anne­xi­on“ ist die pure Pro­pa­gan­da Der Begriff „Anne­xi­on“ ist die pure Pro­pa­gan­da, denn die Krim, die seit dem Mit­tel­al­ter unter­schied­li­che Herr­schaf­ten erleb­te – Vene­dig, Genua, Tür­kei – wur­de am Ende des 18. Jahr­hun­derts Teil des rus­si­schen Kai­ser­reichs und gehör­te nach der Revo­lu­ti­on fol­ge­rich­tig zur Sowjet­uni­on. Es war der Regie­rungs­chef Niki­ta Chruscht­schow, der die Krim in einer Wod­kalau­ne in die Ukrai­ni­sche Sowjet­re­pu­blik ver­schob. Seit der Zaren­zeit gab es auf der Krim den stra­te­gisch bedeu­ten­den rus­si­schen Flot­ten­stütz­punkt Sewas­to­pol. Es war für die Rus­sen eine mili­tä­ri­sche Über­le­bens­fra­ge, dass Sewas­to­pol nicht in die Hän­de der NATO fal­len durf­te. Rekord-Rüs­tungs­haus­halt von 109,7 Mil­li­ar­den Vor der Zei­ten­wen­de lag der regu­lä­re Wehr­etat bei rund 47 bis 50 Mil­li­ar­den Euro. Seit dem Jahr 2024 wuchs der regu­lä­re Haus­halt auf rund 52 Mil­li­ar­den Euro an. Für 2026 ist im regu­lä­ren Wehr­etat eine Sum­me von rund 82,7 Mil­li­ar­den Euro ein­ge­plant. Der Kabi­netts­ent­wurf für den Bun­des­haus­halt 2027 sieht einen Rekord-Kern­haus­halt von 109,7 Mil­li­ar­den vor. Da jeder Euro nur ein­mal aus­ge­ge­ben wer­den kann, geht die bru­ta­le Ent­wick­lung der Rüs­tungs­aus­ga­ben zu Las­ten sozia­ler Pro­jek­te. Waf­fen im Krieg ver­schleis­sen Rüs­tung trägt den Krieg in sich: Die vie­len Waf­fen, von denen die Herr­schen­den behaup­ten, sie wür­den der Ver­tei­di­gung die­nen, die­nen wesent­lich dem Pro­fit der Rüs­tungs­in­dus­trie. Die­ser Pro­fit wächst am schnells­ten, wenn die­se Mord­werk­zeu­ge schnell erneu­ert wer­den. Und am schnells­ten wer­den sie erneu­ert, wenn sie – im Krieg ein­ge­setzt – ver­schlis­sen wer­den. Anony­me Pro­pa­gan­da-Droh­ne Wer, wie die inter­es­sier­ten Krei­se in der Bun­des­re­pu­blik, für die anony­me Pro­pa­gan­da-Droh­ne vom Leip­zi­ger Flug­platz die Rus­sen ver­ant­wort­lich macht, der will den Waf­fen-Ver­schleiss mög­lichst umge­hend her­bei­füh­ren. Der will zurück zu Hit­lers „Kraft-durch-Freu­de-Wagen“, der als Wehr­macht-Kübel­wa­gen in den Wei­ten Russ­lands den Tod brin­gen soll­te und vom tota­len Krieg in die tota­le Nie­der­la­ge fuhr.

  • CDU GEGEN AFD
    am Sams­tag, 12. Sep­tem­ber 2026 um 7:33

    Es ist aus­ge­rech­net der NRW-Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst von der CDU, der die aktu­el­le AfD-Ver­bots­de­bat­te anführt. Immer­hin waren es CDU-Mit­glie­der wie Alex­an­der Gau­land und ande­re aus dem CDU-Umfeld, die im Jahr 2013 die AfD gegrün­det hat­ten. Aber seit dem Wahl­sieg der AfD bei der Land­tags­wahl in Sach­sen-Anhalt rückt ihr das inzwi­schen unge­lieb­te Kind zu dicht auf den Pelz. Kon­kur­renz ist zwar demo­kra­tisch, belebt aber für kapi­ta­lis­ti­sche Par­tei­en doch nicht das Geschäft. KPD-Ver­bot Das bekann­tes­te Par­tei-Ver­bots­ver­fah­ren in der Bun­des­re­pu­blik war jenes gegen die KPD im August 1956. Der Autor die­ses Arti­kels war selbst zeit­wei­lig Mit­glied der ille­ga­len KPD und weiß des­halb wie sehr ein Par­tei­ver­bot die poli­ti­sche Arbeit behin­dert: Das Ver­bot war in den 50ern zudem mit Haft­stra­fen bewehrt und wur­de 1972 mit einem „Radi­ka­len­er­lass“ benann­tes Berufs­ver­bot ergänzt. Noch vor dem eigent­li­chen Ver­bot wur­den Akti­vi­tä­ten für lin­ke Posi­tio­nen kri­mi­na­li­siert. AfD ver­fas­sungs­wid­rig? Auch wenn AfD und KPD inhalt­lich nicht zu ver­glei­chen sind – die KPD war eine Anti-Nato-Par­tei, die AfD bekennt sich zur NATO – ist die Fra­ge nach der grund­ge­setz­li­chen Legi­ti­mi­tät ähn­lich zu stel­len. Nach Art. 21 Abs. 2 Grund­ge­setz (GG) sind Par­tei­en ver­fas­sungs­wid­rig, die nach ihren Zie­len oder nach dem Ver­hal­ten ihrer Anhän­ger dar­auf aus­ge­hen, die frei­heit­li­che demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung zu beein­träch­ti­gen oder zu besei­ti­gen oder den Bestand der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zu gefähr­den. Sie kön­nen durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ver­bo­ten wer­den. Ver­fas­sungs­ge­richt nicht über­par­tei­lich Wer glaubt, dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt über­par­tei­lich ist, der irrt: Die Wahl von Rich­tern des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts erfolgt pari­tä­tisch zur Hälf­te durch den Bun­des­tag und den Bun­des­rat, wobei jeweils eine Zwei-Drit­tel-Mehr­heit erfor­der­lich ist. Bun­des­rat und Bun­des­tag bestehen also letzt­lich auch aus Par­tei­ver­tre­tern, das heißt aus Kon­kur­ren­ten der Par­tei, die ver­bo­ten wer­den soll. Solan­ge es für ein Par­tei­ver­bot kei­nen Volks­ent­scheid gibt, ist jedes Par­tei­ver­bot demo­kra­tisch frag­wür­dig. So kann die Ant­wort auf ein Ver­bot der AfD aus ver­fas­sungs­recht­li­chen Grün­den nur NEIN lau­ten. Inhalt­li­ches NEIN zur AfD Die Fra­ge nach einer außer­par­la­men­ta­ri­schen Ant­wort für die auf das Kapi­tal ori­en­tier­te Par­tei stellt sich neu: Nach sei­nem Wahl­sieg in Sach­sen-Anhalt plant der AfD-Spit­zen­kan­di­dat und mög­li­che Minis­ter­prä­si­dent Ulrich Sieg­mund die Ansied­lung des israe­li­schen Rüs­tungs­kon­zerns Elb­it in Sach­sen-Anhalt. Die angeb­lich am natio­na­len Wohl ori­en­tier­te Par­tei will das Land tat­säch­lich in den Nah­ost-Kon­flikt mas­siv ver­wi­ckeln. Zudem lehnt die AfD die Aner­ken­nung eines paläs­ti­nen­si­schen Staa­tes ab und erklärt sich mit dem Ter­ror­staat Isra­el grund­sätz­lich soli­da­risch. Das doku­men­tiert die Nähe der AfD zur poli­ti­schen Linie der deut­schen Regie­rung und ent­larvt die Par­tei als Schein-Oppo­si­ti­on. Für die außer­par­la­men­ta­ri­sche Oppo­si­ti­on kann es des­halb nur ein NEIN zur AfD geben.

  • Sach­sen-Anhalt
    am Mon­tag, 7. Sep­tem­ber 2026 um 9:21

    Wie ein hei­li­ges Man­tra ver­kün­de­ten die AfD-Funk­tio­nä­re in der Wahl­nacht: „Wir kön­nen mit allen“. Und genau so ist es. Der Wäh­ler wird erle­ben, dass CDU-Funk­tio­nä­re „aus Ver­ant­wor­tung für das Land“ eine Wie-auch-immer-Koali­ti­on ein­ge­hen wer­den. Denn es muß ja regiert wer­den; das heißt: Diä­ten müs­sen flie­ßen, irgend­ei­ne Funk­ti­ons-Koali­ti­on muß so tun, als ob das Volk sie zur Regie­rung beru­fen hat und eine Wie-auch-immer-Hand­lungs­fä­hig­keit vor­spie­geln. Ein­rei­ßen der „Brand­mau­er“ Wie weit die Bereit­schaft zum Ein­rei­ßen der „Brand­mau­er“ gegen die AfD geht, hat in der Wahl­nacht der BSW-Funk­tio­när Tho­mas Schul­ze im Deutsch­land­funk erklärt: Das BSW habe immer gesagt, „dass wir uns an einer Brand­mau­er-Poli­tik nicht betei­li­gen“. Man wol­le mit allen Par­tei­en spre­chen. Man müs­se dem BSW nicht vor­wer­fen, „Steig­bü­gel­hal­ter“ zu sein, das sei­en die ande­ren Par­tei­en, sag­te Schul­ze. „Ich sehe die AfD als Par­tei, die von 44 Pro­zent der Men­schen hier gewählt wor­den ist. Und dem muss ich Rech­nung tra­gen. Das ist für mich Demo­kra­tie.“ (dpa). Gemein­sam­kei­ten mit der AfD Wenn schon das BSW kei­ne Brand­mau­er hat, wird es bei der CDU, die in sozia­len Fra­gen jede Men­ge Gemein­sam­kei­ten mit der AfD hat, noch schnel­ler gehen. Nach län­ge­rem öffent­li­chem Zögern und demo­kra­ti­schem Schau­lau­fen wird sie ein schein­bar gequäl­tes JA zu einer Koali­ti­on abge­ben. War­um auch nicht? Schließ­lich kommt die AfD-Spit­zen­frau Ali­ce Wedel aus dem Stall von Gold­man Sachs, einem welt­weit füh­ren­den Finanz-Dea­ler; einem Laden, der auch mit Rüs­tungs­ak­ti­en jon­gliert und drin­gend eine schein­bar demo­kra­ti­sche Regie­rung in Deutsch­land braucht, die sei­ne Zie­le ver­tritt. Da kann der Black-Rock-Kanz­ler nicht nein sagen. AfD-Frak­ti­on for­dert die Stär­kung der deut­schen Rüs­tungs-Unter­neh­men Immer­hin hat die AfD-Frak­ti­on im Bun­des­tag die Stär­kung der deut­schen Rüs­tungs-Unter­neh­men gefor­dert und eben­falls ver­langt, die Beschaf­fungs­pro­zes­se zu ent­bü­ro­kra­ti­sie­ren: Da wis­sen Rhein­me­tall & Co. was man an der AfD hat. Schließ­lich hat die US-Invest­ment­bank Gold­man Sachs die euro­päi­sche Rüs­tungs­in­dus­trie posi­tiv bewer­tet und sieht vor allem den Düs­sel­dor­fer Kon­zern Rhein­me­tall als Bran­chen­pri­mus. Da wer­den doch bei Frau Wei­del schö­ne Erin­ne­run­gen wach. „Natio­na­le Ver­ant­wor­tung“ Poli­ti­ker der Uni­on sind oder waren in „sicher­heits­po­li­ti­schen“ För­der­krei­sen und Ver­ei­nen aktiv (wie dem För­der­kreis Deut­sches Heer oder der Inter­es­sen­ge­mein­schaft Deut­sche Luft­waf­fe), in denen auch gro­ße Rüs­tungs­kon­zer­ne wie Rhein­me­tall, Krauss-Maf­fei Weg­mann und Heck­ler & Koch Mit­glied sind. In die­sen För­der­krei­sen fließt das Geld in jede Tasche, die sich auf­tut und wird immer dann sicht­bar, wenn von „Natio­na­ler Ver­ant­wor­tung“ und „Demo­kra­tie“ geschwätzt wird. „Natio­na­le Ver­ant­wor­tung“ – in der Rol­le kann die AfD auch auf­tre­ten. So wird dann zusam­men­kom­men, was zusam­men­ge­hört: „Pack schlägt sich, Pack ver­trägt sich“, sagt der Volks­mund. Die Fra­ge ist nur, wie lan­ge das Pack zur Koali­ti­on braucht und in wel­cher demo­kra­ti­schen Ver­klei­dung es auf­tritt. Das Volk soll klat­schen So funk­tio­niert Par­la­men­ta­ris­mus: Gro­ße Reden aller Art im Par­la­ment, gro­ße Reso­nanz die­ser Reden in den Medi­en; ein Spiel von Regie­rung und Oppo­si­ti­on wird auf­ge­führt und nach dem media­len Bei­fall wer­den die Rol­len in der Thea­ter-Gar­de­ro­be abge­ge­ben, und alle machen dann das, was Gold­man Sachs und Black­Rock wol­len. Der Kapi­ta­lis­mus ist der eigent­li­che Sou­ve­rän, das Volk soll klat­schen, nicht den­ken.

  • Sehr geehr­ter Herr Putin!
    am Don­ners­tag, 3. Sep­tem­ber 2026 um 13:52

    Sehr geehr­ter Herr Putin! Ich gehö­re zu den Deut­schen, die sich der unge­heu­er­li­chen Ver­bre­chen bewußt sind, die deut­sche Sol­da­ten zwi­schen dem 22 Juni 1941 und dem 8. Mai 1945 auf dem Boden Russ­lands began­gen haben. Auch wegen der Mil­lio­nen Opfer, die das rus­si­sche Volk zur Befrei­ung Deutsch­lands vom Faschis­mus zu bekla­gen hat­te, bin ich in die­sen Tagen rot vor Scham. Ich schä­me mich einer Regie­rung, die ver­sucht, eine Droh­ne, die auf dem Flug­ha­fen Halle/Leipzig gefun­den wur­de, als einen Droh­nen­an­schlag aus­zu­ge­ben, den Russ­land zu ver­ant­wor­ten habe. Ich gehe bei der Ana­ly­se des Vor­falls von einem Text der Tages­schau vom 01. 09. 2026 aus: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/drohnen-flughafen-bundesregierung-100.html aus. Alle Text­stel­len, die mit Anfüh­rungs­zei­chen gekenn­zeich­net sind, stam­men aus die­sem Text. Die Tages­schau wird seit Jahr­zehn­ten als Ver­laut­ba­rungs­or­gan der deut­schen Regie­run­gen genutzt. „In Kurs­dorf, eben­falls in der Nähe des Flug­ha­fens, ent­deck­ten die Ermitt­ler offen­bar wei­te­re Spu­ren der Ope­ra­ti­on: eine Anten­ne an einem Baum und eine Stel­le, an der eine Explo­si­on statt­ge­fun­den haben dürf­te. Dar­über hin­aus fan­den sich Metall­tei­le, die mög­li­cher­wei­se zu einer wei­te­ren Droh­ne gehör­ten. Was genau dort pas­siert ist und war­um, ist wohl nicht klar. Mög­lich wäre, dass die Anten­ne ein Signal ver­stär­ken soll­te.“ Die Regie­rung kom­men­tiert fak­tisch mit die­sem Satz ihre eige­nen, nicht halt­ba­ren Vor­wür­fe: Was genau pas­siert ist, ist nicht klar. Wor­te wie „haben dürf­te“, „mög­li­cher­wei­se“ cha­rak­te­ri­sie­ren einen üblen Ver­leum­dungs­kon­junk­tiv, der bar jeder Bewei­se ist. Was angeb­lich in Kurs­dorf pas­siert ist, wird ergänzt durch ein fre­ches „ ist wohl nicht klar“ und führt zu einem Offen­ba­rungs­eid der beson­ders mie­sen Art: „ (…) eine Anten­ne an einem Baum und eine Stel­le, an der eine Explo­si­on statt­ge­fun­den haben dürf­te“. Die Wen­dung „haben dürf­te“ kommt aus dem düs­te­ren Reich der Lügen. Im Ergeb­nis einer dum­men und pri­mi­ti­ven Erklä­rung kom­men Tages­schau und Regie­rung zu die­ser Fol­ge­rung: „Die Bun­des­re­gie­rung kom­me des­halb zu dem Schluss, dass Russ­land den hybri­den Angriff in Leip­zig zu ver­ant­wor­ten habe.“ Sehr geehr­ter Herr Putin, tat­säch­lich schä­me ich mich nicht nur wegen der Undank­bar­keit einer deut­schen Regie­rung, die sich nicht an die rus­si­schen Opfer­leis­tun­gen bei der Befrei­ung vom Faschis­mus erin­nern will. Ich schä­me mich auch über ein Kon­glo­me­rat von Lügen, das in sei­ner Art an Hit­lers Über­zeu­gung erin­nert, von dem die­ser Satz stammt: „Wenn man eine gro­ße Lüge erzählt und sie oft genug wie­der­holt, dann wer­den die Leu­te sie am Ende glau­ben.“ Tat­säch­lich wur­de und wird die Droh­nen-Lüge mil­lio­nen­fach in fast allen deut­schen Publi­ka­tio­nen wie­der­holt. Und lei­der gibt es nicht weni­ge Men­schen, die die­ser mas­si­ven Pro­pa­gan­da erlie­gen. Ich schä­me mich auch über die Pri­mi­ti­vi­tät die­ser Pro­pa­gan­da, die nach der Maxi­me des Nazi-Pro­pa­gan­da­mi­nis­ters zusam­men­ge­zim­mert wur­de: Goeb­bels selbst schrieb in sei­nem Auf­satz „Erkennt­nis und Pro­pa­gan­da“ (1928), dass Pro­pa­gan­da „volks­tüm­lich“ sein und ihr Niveau nach der Auf­nah­me­fä­hig­keit des „Beschränk­tes­ten“ aus­ge­rich­tet wer­den müs­se. Es gibt sie noch, die anstän­di­gen Deut­schen: Nach vie­len Demons­tra­tio­nen und Aktio­nen fin­den sie sich am 04. Sep­tem­ber in Ber­lin vor dem Rus­si­schen Haus ein, um gegen des­sen Schlie­ßung zu pro­tes­tie­ren. Ich bin sicher, dass wei­te­re Aktio­nen im Land fol­gen wer­den. Denn Russ­land ist nicht unser Feind. Die Fein­de der Deut­schen sind in Wahr­heit jene, die eine Pro­pa­gan­da ver­tre­ten und ver­brei­ten, die Deutsch­land „kriegs­tüch­tig“ machen wol­len. Auch des­halb tref­fen sich am 04.09. die Geg­ner eines Kriegs gegen Russ­land zwi­schen 18.00 und 20.00 Uhr vor dem Rus­si­schen Haus an der Ber­li­ner Fried­rich­stra­ße 176–179. Lie­ber Herr Putin, ich kann sie nur bit­ten, das deut­sche Volk nicht mit der deut­schen Regie­rung zu ver­wech­seln. Mit soli­da­ri­schen Grü­ßen Uli Gel­ler­mann, Jour­na­list

  • Deut­sche Medi­en wol­len Krieg
    am Diens­tag, 1. Sep­tem­ber 2026 um 8:36

    Pri­mi­tiv aber wirk­sam: Eine Droh­ne unbe­kann­ter Her­kunft, angeb­lich mit Spreng­stoff gefüllt, wird auf dem Flug­ha­fen Leip­zig „gefun­den“. Die ers­te Fra­ge, die ein Jour­na­list stel­len soll­te, wäre: Was hat die zivi­le Deut­sche Flug­si­che­rungs GmbH gemacht, die für die Über­wa­chung des Luft­raums zustän­dig ist, als die Droh­ne den Luft­raum gefähr­de­te? Die zwei­te Fra­ge wäre, wenn Jour­na­lis­mus in Deutsch­land noch red­lich funk­tio­nie­ren wür­de, was hat die mili­tä­ri­sche Flug­si­che­rung in die­ser Zeit getan? Droh­nen im rus­si­schen Auf­trag Aber die­se Fra­ge stellt der deut­sche Jour­na­lis­mus nicht, denn er weiß ja schon alles Wich­ti­ge: Die Droh­ne war im rus­si­schen Auf­trag unter­wegs. Zwar war der Vor­fall Anfang August, aber erst jetzt dre­hen die Medi­en rich­tig auf: Die Tages­schau, die staat­li­che Anstalt zur Ver­brei­tung der Regie­rungs­mei­nung, fragt erst jetzt dro­hend: „Wann reagiert die Regie­rung auf den Droh­nen­vor­fall?“ und die ange­schlos­se­nen Sub­me­di­en fra­gen mit. Rus­si­sches Haus wird zur Sicher­heits­fra­ge Der zähe Appa­rat aus Geheim­diens­ten, Medi­en und Regie­rung glaubt eine Lösung gefun­den zu haben: Das „Rus­si­sche Haus“! Der staat­li­che „Deutsch­land­funk“ befin­det am 29. August: „Rus­si­sches Haus seit Jah­ren umstrit­ten“. Der FOCUS ent­schei­det am 31. August: „Rus­si­sches Haus wird zur Sicher­heits­fra­ge“; da muß „Anten­ne Bay­ern“ fra­gen: „Rus­si­sches Haus in Ber­lin: Spio­na­ge statt Kul­tur?“ und der West-Ber­li­ner „Tages­spie­gel“ weiß schon: „Vor dem Hin­ter­grund zuneh­men­der hybri­der Akti­vi­tä­ten: Ber­lin erwägt offen­bar Sank­tio­nen gegen Rus­si­sches Haus“. Die Fra­ge des SPIEGELS „Was tun mit Putins Außen­pos­ten in Ber­lin?“ wird in die­sen Tagen mit der öffent­li­chen Debat­te um die Schlie­ßung des „Rus­si­schen Haus“ vor­läu­fig beant­wor­tet. Arti­kel 5, NATO-Ver­trag Im „Mit­tel­deut­schen Rund­funk“ plä­diert der SPD-Ver­tei­di­gungs­exper­te Fal­ko Droß­mann dafür, nach dem Droh­nen-Angriff am Flug­ha­fen Leipzig/Halle den Arti­kel 4 des Nato-Ver­trags zu akti­vie­ren. Das sind jene Kon­sul­ta­tio­nen der NATO-Part­ner, die der Aus­ru­fung des Arti­kel 5, des „Ver­tei­di­gungs­falls“, vor­aus­ge­hen. Wer die „Ver­tei­di­gung“ aus­ruft, kün­digt den Kriegs­zu­stand an. Radio Glei­witz Der Beginn des zwei­ten Welt­kriegs wur­de von Hit­ler mit einem angeb­li­chen pol­ni­schen Angriff auf den deut­schen Radio­sen­der Glei­witz begrün­det. Heu­te sind es die Sen­der und Print­me­di­en selbst, die eine Droh­ne, die angeb­lich aus Russ­land kommt, zum Anlass für akti­ve Kriegs­pro­pa­gan­da neh­men. Die Akteu­re sind ande­re als damals, die Metho­de ist geblie­ben. Wer die Medi­en in der Hand hat, bestimmt das Den­ken der Deut­schen.  Rus­sen eine Bedro­hung für die Welt? Die Umfra­ge­ma­schi­ne „Infra­test dimap“ stellt fest, das fast neun von zehn West- (88 Pro­zent) und auch Drei­vier­tel der Ost­deut­schen (77 Pro­zent) in Russ­land aktu­ell eine Bedro­hung für die Sicher­heit in der Welt sehen. So funk­tio­niert Mani­pu­la­ti­on erfolg­reich: Wenn die Mas­sen­me­di­en in der Hand der Herr­schen­den den Mas­sen die Angst vor den Rus­sen gera­de­zu ein­prü­geln, dann kann eine Pro­pa­gan­da-Droh­ne zum Aus­lö­ser eines Kriegs gegen Russ­land wer­den. EINE AKTUELE MELDUNG DER Strö­er Digi­tal Publi­shing GmbH: “Als Reak­ti­on auf den Anschlags­ver­such auf den Flug­ha­fen Leipzig/Halle Anfang August schließt die Bun­des­re­gie­rung das rus­si­sche Gene­ral­kon­su­lat in https://bonn.t‑online.de/region/bonn/”}”  Zudem wer­de der Ver­trag für Das Rus­si­sche Haus in https://berlin.t‑online.de/region/berlin/”}” Ber­lin gekün­digt. Das Haus ist offi­zi­ell eine Kul­tur­ein­rich­tung des rus­si­schen Staa­tes, gilt unter Sicher­heits­exper­ten aber als Spio­na­ge­zen­trum.” KOMMENTAR Wer Krieg will schließt als ers­tes die diplo­ma­ti­schen und kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen des “Fein­des”. 

  • CIA als Fake-Pro­du­zent
    am Frei­tag, 28. August 2026 um 10:01

    Da fährt der CIA-Chef John Rat­clif­fe nach Mos­kau und die Rhein­me­tall-Medi­en in Deutsch­land über­schla­gen sich: Rat­clif­fe soll eine War­nung an die Rus­sen über­bracht haben! Mit die­ser angeb­li­chen Nach­richt wird die Behaup­tung, die Rus­sen woll­ten bei Gele­gen­heit die NATO angrei­fen, ver­brei­tet und der nütz­li­che Rus­sen­hass ver­tieft: Wenn die Rus­sen die NATO über­fal­len, dann über­fal­len sie uns, und für die­sen Tag müs­sen die Deut­schen auch den letz­ten Cent her­ge­ben, damit sie vor den bösen Rus­sen geschützt wer­den! Pro­fi­ta­ble Bot­schaft Um die pro­fi­ta­ble Bot­schaft der Rüs­tungs­in­dus­trie unter die Leu­te zu brin­gen, lässt der bewähr­te Sprin­ger-Kon­zern den ehe­ma­li­gen BND-Chef August Han­ning in sei­nem „Tele­graph“ auf­tre­ten: Der warn­te vor einer „unter­schätz­ten Bedro­hung durch Russ­land“ und einer „nai­ven Pazi­fis­mus-Hal­tung“ in Deutsch­land. Putin und Hit­ler Sol­che „Nach­rich­ten“ las­sen die Rhein­me­tall-Akti­en um 33 Pro­zent in die Höhe schnel­len und sol­len den ideo­lo­gi­schen Rück­halt der Kriegs­ge­winn­ler in der Bevöl­ke­rung stei­gern. Wie üblich wer­den die zen­tra­len Bot­schaf­ten der Rhein­me­tall-Frak­ti­on in allen deut­schen Medi­en gleich­för­mig wie­der­holt, und es wim­melt von Wör­tern wie „offen­bar, könn­te sein, wahr­schein­lich“, was auf den Wahr­heits­ge­halt der „Nach­rich­ten“ hin­weist. Lei­der mutiert die Lüge im Bewusst­sein der Kon­su­men­ten zur Tat­sa­che, wenn sie nur oft genug wie­der­holt wird. Um die Ver­leum­dung kom­plett zu machen, wird in der WELT der frü­he­re Ukrai­ne-Son­der­ge­sand­te der Trump-Regie­rung, Keith Kel­logg erwähnt: Der hat­te Putin unter ande­rem mit Hit­ler ver­gli­chen und vor einem Drit­ten Welt­krieg gewarnt. Drit­ten Welt­krieg vor­be­rei­ten Wer einen Drit­ten Welt­krieg vor­be­rei­tet, tut gut dar­an, dem Feind eine Welt­kriegs­ab­sicht zu unter­schie­ben: So wird der Feind zum Aggres­sor, und die tat­säch­li­che Welt­kriegs­frak­ti­on kann sich als Frie­dens-Engel dar­stel­len und die eige­nen Absich­ten als not­wen­di­ge Ver­tei­di­gung aus­ge­ben. Schul­den­re­gel des Grund­ge­set­zes Auch und gera­de um die wach­sen­den Rüs­tungs-Aus­ga­ben durch­zu­win­ken, hat­te der Bun­des­tag am 8. März 2025 die „Schul­den­brem­se“ des Grund­ge­set­zes demon­tiert und ziem­li­chen Klar­text gere­det: „Aus­ga­ben für Ver­tei­di­gung und bestimm­te sicher­heits­po­li­ti­sche Aus­ga­ben ab einer bestimm­ten Höhe sol­len künf­tig nicht mehr auf die Schul­den­re­gel des Grund­ge­set­zes ange­rech­net wer­den“. Par­la­ment hat Brem­se gelöst Das Par­la­ment hat jene Brem­se gelöst, die das Land vor der Fahrt in den Krieg schüt­zen soll­te. Auch des­halb müs­sen die Regime-Medi­en jeden Anlass nut­zen, um die „Kriegs­tüch­tig­keit“ der Deut­schen zum Kami­ka­ze-Blind­flug zu for­mie­ren. Wer Deutsch­land aus den Fes­seln der Kriegs­frak­ti­on lösen will, muß für die Neu­tra­li­tät des Lan­des plä­die­ren. Nach dem Arti­kel 13 des Nord­at­lan­tik­ver­trags von 1949 ist der Aus­tritt aus der NATO mög­lich. Aber das wird ohne kräf­ti­gen außer­par­la­men­ta­ri­schen Druck nicht gesche­hen: Raus aus der NATO – rein in das Ver­gnü­gen der Selbst­be­stim­mung!

  • Der Rus­se war’s
    am Sams­tag, 22. August 2026 um 7:00

    Wenn ein Regie­rungs­be­am­ter mor­gens stol­pert, wird öffent­lich ver­mu­tet, dass der Rus­se ihm Stö­cke zwi­schen die Bei­ne gewor­fen hat. Wenn ein deut­scher Poli­ti­ker abends bei einem Alko­hol­test erwischt wird, da hat ihn sicher der Rus­se mit Wod­ka abge­füllt; wenn es zu heiß ist, wird ange­nom­men, dass der Rus­se an der Tem­pe­ra­tur gedreht hat und wenn es zu kalt ist, auch. Gehei­mes Depot! Deutsch­lands Nach­rich­ten­po­li­tik folgt einer ähn­li­chen Metho­de. Ein aktu­el­les Bei­spiel ist die Mel­dung der Tages­schau: „Gehei­mes Waf­fen­de­pot bei Ber­lin ent­deckt – Sicher­heits­be­hör­den haben nach Infor­ma­tio­nen von WDR, NDR und SZ am Stadt­rand von Ber­lin ein Ver­steck mit zwei schar­fen Waf­fen ent­deckt. Nach Ein­schät­zung der Behör­den soll es sich um ein Depot rus­si­scher Agen­ten für mög­li­che Anschlä­ge han­deln.“ Die Fra­ge bleibt: Wel­che Regie­rungs­stel­le hat die­sen Dienst befoh­len? Die­se „Infor­ma­ti­on“ wird dann prompt auch im Ber­li­ner Tages­spie­gel, dem Regie­rungs­sen­der Deut­sche Wel­le, dem Han­dels­blatt und ande­ren Medi­en veröffentlicht.Welche Waf­fen könn­ten es sein? Zwei Küchen­mes­ser? Echt scharf? War­um ist es „geheim“? Wel­cher Dienst hat WDR, NDR und SZ infor­miert? Wel­che Regie­rungs­stel­le hat den Dienst ange­wie­sen, die Öffent­lich­keit zu „infor­mie­ren“? Pan­zer­bri­ga­de 45 im Bal­ti­kum Was denkt der ein­fa­che Bür­ger? Der Rus­se legt Waf­fen-Depots an. Der Rus­se will Krieg. Wir müs­sen mehr rüs­ten, damit der Rus­se uns nicht besiegt, wenn er uns über­fällt. Für ein Über­le­ben im Kampf gegen den Rus­sen zah­le ich gern Steu­ern! Und wenn die Bun­des­wehr ihre Pan­zer­bri­ga­de 45 im Bal­ti­kum sta­tio­niert, dann rücken wir den Rus­sen nur aus Sicher­heits­grün­den auf den Pelz. „For­ward Defen­se“ Die NATO nennt das „For­ward Defen­se“ (Vor­wärts­ver­tei­di­gung). Wie „vor­ne“ darf es denn sein? Kurz hin­ter War­schau? An der Stadt­gren­ze von Minsk? In den Vor­or­ten von Mos­kau? Und wenn dann, kurz vor Mos­kau, der Rus­se „Njet“ sagt und die vor­de­re Vor­wärts­ver­tei­di­gung aus­bremst, dann weiß der Norm-Deut­sche, dass der Rus­se den Krieg ange­fan­gen hat. Wie damals, als Adolf Hit­ler vor dem Reichs­tag bell­te: „Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurück­ge­schos­sen!“.

  • Der Vier­te Welt­krieg
    am Mitt­woch, 19. August 2026 um 10:17

    Die USA wagen es, Mit­glie­der des Inter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hofs zu sank­tio­nie­ren: Damit wird deren Rei­se­frei­heit ein­ge­schränkt und deren öko­no­mi­sche Hand­lungs­fä­hig­keit bedroht. Es ist eine Kampf­an­sa­ge gegen jene 125 Mit­glieds­staa­ten, die den Gerichts­hof unter­stüt­zen. Auch wenn Staa­ten wie Chi­na und Russ­land nicht zu den Ver­trags­staa­ten des Gerichts­hofs gehö­ren, sind sie doch gemeint: Es geht im Kern um den Haft­be­fehl des Straf­ge­richts­hofs (IStGH) vom 21. Novem­ber 2024 gegen den israe­li­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Ben­ja­min Netan­ja­hu wegen Kriegs­ver­bre­chen und Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit. Das will der Netan­ja­hu-Freund Donald Trump nicht län­ger dul­den. Merz: »Das kön­nen wir« Der Staat Isra­el ist der ver­län­ger­te Arm der USA im Nahen Osten. Isra­els Armee ist an der Sei­te der USA im Krieg gegen den Iran. Es wird Isra­el sein, das an der blo­ckier­ten Stra­ße von Hor­mus für die „Drecks­ar­beit“ zustän­dig ist. Der US-Mus­ter­schü­ler Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz hat schon erklärt, dass sich Deutsch­land an einem mili­tä­ri­schen Ein­satz zur Siche­rung der Stra­ße von Hor­mus betei­li­gen wür­de. Nach einem Tref­fen mit euro­päi­schen Staats- und Regie­rungs­chefs in Paris nann­te Merz dabei die Minen­räu­mung und die See­auf­klä­rung. »Das kön­nen wir«, beton­te der Kanz­ler. Was Merz wirk­lich gut kann: Den Bück­ling gegen­über Trump machen. Es geht um Öl Der US-Krieg gegen den Iran gilt angeb­lich dem ira­ni­schen Atom­pro­gramm – in Wahr­heit geht es um Öl: Der Iran besitzt nach Vene­zue­la und Sau­di-Ara­bi­en die dritt­größ­ten nach­ge­wie­se­nen Erd­öl­re­ser­ven der Welt mit rund 208 Mil­li­ar­den Bar­rel, was etwa 12 Pro­zent des welt­wei­ten Vor­kom­mens ent­spricht. Und der Iran kann die Stra­ße von Hor­mus kon­trol­lie­ren. Im Jahr 2024 zum Bei­spiel pas­sier­ten im Schnitt täg­lich etwa 20 Mil­lio­nen Bar­rel Roh­öl die Meer­enge – fast 20 Pro­zent des welt­wei­ten Ver­brauchs. Katar, einer der welt­größ­ten Expor­teu­re von Flüs­sig­erd­gas (LNG), ver­schifft fast sein gesam­tes LNG auf die­sem Weg; ins­ge­samt geht rund ein Fünf­tel des welt­wei­ten LNG-Han­dels durch die­se Meer­enge. Der Per­ma-Krieg der USA um die Roh­stoff­re­ser­ven Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten ver­brau­chen rund 19,0 bis 19,4 Mil­lio­nen Bar­rel Erd­öl pro Tag (ca. 3 Mil­li­ar­den Liter täg­lich). Damit sind die USA der größ­te Erd­öl­ver­brau­cher der Welt und ver­ant­wor­ten knapp 19 % des glo­ba­len Gesamt­ver­brauchs. Dar­um geht es im Krieg der USA gegen den Iran. Es ist der per­ma­nen­te Krieg der USA um die welt­wei­ten Roh­stoff­re­ser­ven. In der Ukrai­ne gibt es eine Rei­he von Boden­schät­zen, wie zum Bei­spiel Erd­öl, Erd­gas, Koh­le, Sel­te­ne Erden und Lithi­um: Dar­um geht es im Ukrai­ne­krieg! Und es geht um Russ­land: Das Land gehört zu den welt­weit reichs­ten Län­dern an natür­li­chen Boden­schät­zen und ist ein glo­bal zen­tra­ler Lie­fe­rant von fos­si­len Ener­gie­trä­gern sowie wich­ti­gen Indus­trie­me­tal­len. All das wol­len Trump und sei­ne Hin­ter­män­ner drin­gend besit­zen. Peter Thiel im Öl-Geschäft Gera­de erst ist der Palan­tir-Mit­grün­der Peter Thiel (ein Trump Finan­cier) bei ‌einem der größ­ten Ölkon­zer­ne ‌in Argen­ti­ni­en ein­ge­stie­gen. Thiels Hedge­fonds Thiel „Macro ⁠LLC“ erwarb für rund 76 Mil­lio­nen Dol­lar einen Anteil von einem Pro­zent an „Vis­ta Ener­gy“ (frü­her Vis­ta Oil & Gas), wie aus einer am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Mit­tei­lung an die US-Bör­sen­auf­sicht her­vor geht. Das Unter­neh­men för­dert nach eige­nen Anga­ben umge­rech­net rund 160.000 Bar­rel Öl und Gas pro Tag. Es geht um Welt­herr­schaft Es geht um die Welt­herr­schaft. Da ist Trumps Sank­ti­on gegen Mit­glie­der des Inter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hofs nur ein Neben­kriegs­schau­platz und doch sym­pto­ma­tisch: Der vier­te Welt­krieg ist nicht erklärt und hat doch schon begon­nen. Wer sich in die­sem Kampf auf die Sei­te der USA schlägt, wird zu den Ver­lie­rern gehö­ren. Deutsch­land muß sich raus­hal­ten, muß drin­gend sei­ne Neu­tra­li­tät erklä­ren. Sonst wird es nicht mehr auf­zu­fin­den sein.

  • Kai­ser Trump will Stra­ße von Hor­mus
    am Sonn­tag, 16. August 2026 um 7:50

    Schon als Tump Grön­land haben woll­te, hät­ten wohl­mei­nen­de Bekann­te von ihm psych­ia­tri­sche Hil­fe anfor­dern kön­nen. Aber Trump ver­kör­pert den Cha­rak­ter des US-Impe­ria­lis­mus, der ist nicht heil­bar. Und noch haben die Völ­ker der Welt kei­ne geschlos­se­ne Anstalt für das impe­ria­lis­ti­sche Raub­tier gebaut. Man wird auf Chi­na und Russ­land set­zen müs­sen und wenn die nicht hel­fen, müs­sen die Deut­schen schnells­tens raus aus der NATO, um sich in Sicher­heit zu brin­gen. Rus­sen an der Ukrai­ne­front Selbst Men­schen, die von der Gefähr­lich­keit des US-Impe­ria­lis­mus wis­sen und sei­nen Kra­ken­arm – die NATO – ken­nen, begrei­fen häu­fig den rus­si­schen Zwang zum Krieg gegen die Ukrai­ne nicht: Nach­dem die Ukrai­ne-Putsch­re­gie­rung im Febru­ar 2019 einen NATO-Bei­tritt in die Ver­fas­sung imple­men­tier­te, droh­te das US-Mons­ter, den Rus­sen auf den Pelz zu rücken. Damit ging es um die natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät Russ­lands: Um die zu sichern, muss­ten die Rus­sen alle Kräf­ten mobi­li­sie­ren. Seit die­sem Tag kämp­fen die Rus­sen an der Ukrai­ne­front. Völ­ker­rechts­wid­ri­ger Krieg gegen den Iran Seit dem 28. Febru­ar 2026 füh­ren die US-Streit­kräf­te und die Streit­kräf­te Isra­els einen völ­ker­rechts­wid­ri­gen Krieg gegen den Iran. Wie schon beim US-Raub­zug gegen Vene­zue­la geht es erneut um Öl: Der ame­ri­ka­ni­sche Impe­ria­lis­mus will das Blut der Volks­wirt­schaf­ten nur in sei­nen Adern flies­sen las­sen. Die Stra­ße von Hor­mus ist jene Meer­enge, die den Per­si­schen Golf im Wes­ten mit dem Golf von Oman im Osten ver­bin­det. Sie ist der welt­weit wich­tigs­te Eng­pass für die Erd­öl- und Flüs­sig­erd­gas-Expor­te. Rund ein Fünf­tel der welt­wei­ten Erd­öl- und Flüs­sig­erd­gas-Trans­por­te pas­sie­ren die­se Meer­enge. „Sobald wir Iran besiegt haben …“ Genau des­halb will Kai­ser Trump die Stra­ße von Hor­mus besit­zen »Sobald wir Iran besiegt haben … wer­de ich die Hor­mus-Stra­ße zum Ter­ri­to­ri­um der Ver­ei­nig­ten Staa­ten erklä­ren«, sag­te er bei einem Wahl­kampf­auf­tritt im Bun­des­staat New Jer­sey. „Sobald wir Iran besiegt haben“, sagt der Irre im Wei­ßen Haus; aber genau im Iran mar­schie­ren die US-Mili­tärs in eine ver­nich­ten­de Nie­der­la­ge. Frem­de Trup­pen mobi­li­sie­ren in ange­grif­fe­nen Län­dern immer alle Kräf­te der Gegen­wehr: Inne­re Strei­tig­kei­ten schwei­gen zuguns­ten der Lan­des­ver­tei­di­gung und machen unge­ahn­te Kräf­te frei. Die Tötung des Aggres­sors wird zur patrio­ti­schen Tat. Das hät­ten die USA aus dem Viet­nam­krieg als Leh­re zie­hen kön­nen; das muss­ten die Deut­schen im Vater­län­di­schen Krieg der Rus­sen ab dem 22. Juni 1941 bit­ter ler­nen. Atom­waf­fen als Lebens­ver­si­che­rung Noch hat der Iran sein zivi­les Atom­pro­gramm nicht in ein Pro­gramm zur mili­tä­ri­schen Nut­zung umpro­fi­liert. Aber eine wei­te­re Anrei­che­rung der im Iran vor­han­de­nen hoch­an­ge­rei­cher­tem 400 Kilo­gramm Uran ist jeder­zeit mög­lich. Und kei­ner weiß, wie der Iran auf wei­te­ren mili­tä­ri­schen Druck der USA reagie­ren wird. Nord­ko­rea, von den USA seit Jahr­zehn­ten als Erz­feind aus­ge­sucht, hat sei­ne ato­ma­ren Reser­ven zum Selbst­schutz immer wei­ter aus­ge­baut. Man muß die­sen Staat heu­te zu den Atom­mäch­ten zäh­len. Auch Atom­waf­fen als Lebens­ver­si­che­rung sind für die Welt gefähr­lich. Damit Deutsch­land sich aus der Befehls­struk­tur der USA befrei­en kann, muß es raus aus der NATO, muß sich das Land für neu­tral erklä­ren. Wie Öster­reich und die Schweiz.

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