KRiStA – Netzwerk Kritische Richter und Staatsanwälte n.e.V. KRiStA – Netzwerk Kritische Richter und Staatsanwälte n.e.V.
- BerÂliÂner ErkläÂrung zur MeiÂnungsÂfreiÂheitam MittÂwoch, 8. April 2026 um 17:18
Mit der BerÂliÂner ErkläÂrung zur MeiÂnungsÂfreiÂheit wenÂden sich WisÂsenÂschaftÂler, MediÂziÂner, JurisÂten und PubliÂzisÂten gegen die zunehÂmenÂde EinÂschränÂkung des freiÂen öffentÂliÂchen DisÂkurÂses in DeutschÂland. Die ErstÂunÂterÂzeichÂner warÂnen vor einer kulÂtuÂrelÂlen, mediaÂlen und rechtÂlich-instiÂtuÂtioÂnelÂlen EroÂsiÂon der MeiÂnungsÂfreiÂheit – einem GrundÂpfeiÂler der freiÂheitÂliÂchen demoÂkraÂtiÂschen OrdÂnung.
- RechtsÂverÂweiÂgeÂrung als SelbstÂverständlichÂkeit. NachÂtrag zu „AusÂgrenÂzung im Namen des Herrn“am SamsÂtag, 21. März 2026 um 20:43
Die evanÂgeÂliÂsche KirÂche ist nach ihrem erklärÂten SelbstÂverÂständÂnis eine engaÂgierÂte AnwälÂtin von RechtsÂstaat und DemoÂkraÂtie. In innerÂkirchÂliÂchen AngeÂleÂgenÂheiÂten nimmt sie es mit der VerÂpflichÂtung gegenÂüber dem Recht allerÂdings weniÂger genau. Bei dem in dieÂsem BeiÂtrag geschilÂderÂten Fall einer AnfechÂtung der GemeinÂdeÂkirÂchenÂratsÂwahÂlen in der EvanÂgeÂliÂschen KirÂche in MitÂtelÂdeutschÂland stand offenÂsichtÂlich von vornÂherÂein fest, dass die EntÂscheiÂdung zugunsÂten der KirÂchenÂleiÂtung und zuunÂgunsÂten des BeschwerÂdeÂfühÂrers ausÂgeÂhen würÂde, denn eine ernstÂhafÂte AusÂeinÂanÂderÂsetÂzung mit den ArguÂmenÂten des BeschwerÂdeÂfühÂrers wurÂde nicht einÂmal verÂsucht. Die mitÂgeÂteilÂte BegrünÂdung hat in solÂchen FälÂlen allein die AufÂgaÂbe, den Anschein einer jurisÂtisch verÂtretÂbaÂren EntÂscheiÂdung zu erzeuÂgen. Eine FarÂce.
- KünstÂliÂche IntelÂliÂgenz als Teil der KommunikationsÂüberwachungsÂbüroÂkratie des DigiÂtal SerÂvices Act am MonÂtag, 9. März 2026 um 17:35
SchwerÂpunkt der DisÂkusÂsiÂon war es bisÂher, ob durch den DSA ErkenntÂnisÂgeÂwinn und WahrÂheitsÂfinÂdung durch einen offeÂnen und konÂtroÂverÂsen ProÂzess demoÂkraÂtiÂscher WilÂlensÂbilÂdung behinÂdert wird. Durch einen DiaÂlog mit ChatGPT hat sich nunÂmehr herÂausÂgeÂstellt, dass dies durch die EinÂbinÂdung von KI auf gänzÂlich andeÂre Art und WeiÂse geschieht, als bisÂher angeÂnomÂmen. Jetzt werÂden InhalÂte, die eigentÂlich Teil legiÂtiÂmer DebatÂten sein solÂlen, unabÂhänÂgig davon, ob sie wahr oder eviÂdenzÂbaÂsiert sind, gelöscht. Alles, was potenÂziÂell missÂverÂstanÂden werÂden könnÂte, ist als „DesÂinÂforÂmaÂtiÂon“ marÂkiert und wird gelöscht. Ob der Inhalt der MitÂteiÂlung wahr oder falsch, risÂkant oder nur konÂtroÂvers ist, darÂauf kommt es nicht mehr an. So wird DemoÂkraÂtie entÂkernt, weil die FähigÂkeit der BürÂger geschwächt wird, MehrÂdeuÂtigÂkeit und MeiÂnungsÂverÂschieÂdenÂheiÂten proÂdukÂtiv ausÂzuÂhalÂten.
- Asyl, ein Recht ohne GrenÂzen? Der EuroÂpäiÂsche GerichtsÂhof gewährt AfghaÂninÂnen unbeÂgrenzt Asylam FreiÂtag, 20. FebruÂar 2026 um 21:05
Der EuroÂpäiÂsche GerichtsÂhof hat mit einer EntÂscheiÂdung die VorÂausÂsetÂzunÂgen für AfghaÂninÂnen geschafÂfen, erfolgÂverÂspreÂchenÂde AnträÂge auf ZuerÂkenÂnung der FlüchtÂlingsÂeiÂgenÂschaft zu stelÂlen. DieÂse EntÂscheiÂdung ist ein weiÂteÂrer Schritt EuroÂpas, sich, weit entÂfernt von der ursprüngÂliÂchen IntenÂtiÂon der GenÂfer FlüchtÂlingsÂkonÂvenÂtiÂon, für MenÂschenÂrechÂte und MenÂschenÂwürÂde nach rechtsÂstaatÂliÂchen MaßÂstäÂben weltÂweit verÂpflichÂtet zu erkläÂren. ProÂfiÂteuÂre unterÂstütÂzen dieÂse EntÂwickÂlung. Der evenÂtuÂell entÂgeÂgenÂsteÂhenÂde WilÂle derÂjeÂniÂgen, die die aufÂerÂlegÂte humaÂniÂtäÂre LeisÂtung erbrinÂgen solÂlen, ist offenÂsichtÂlich nachÂranÂgig ebenÂso wie die GefahÂren aus einer weiÂter steiÂgenÂden BelasÂtung der SoziÂalÂsysÂteÂme.
- Von GenÂderÂsterÂnen im Betrieb und direktionsÂrechtsÂausübenden ArbeitÂgebendenam DiensÂtag, 17. FebruÂar 2026 um 21:38
Ein inkluÂsiÂves und disÂkriÂmiÂnieÂrungsÂfreiÂes Umfeld auch in den BetrieÂben ist ein wünÂschensÂwerÂter Zustand. Ob eine besonÂders „geschlechtsÂsenÂsiÂble“ SpraÂche dazu beiÂtraÂgen kann, ist zuminÂdest streiÂtig. Es finÂden sich jedoch zunehÂmend priÂvaÂte und vor allem öffentÂliÂche ArbeitÂgeÂber, die dem nach ihrem VerÂständÂnis gesellÂschaftÂliÂchen FortÂschritt auf die SprünÂge helÂfen wolÂlen. Es werÂden SprachÂvorÂgaÂben für die interÂne und exterÂne KomÂmuÂniÂkaÂtiÂon gemacht. Der rechtÂliÂche RahÂmen für WeiÂsunÂgen zum „GenÂdern“ ist aber eng.
- KeiÂne CoroÂna-AufÂarÂbeiÂtung beim EuroÂpäiÂschen GerichtsÂhof für MenÂschenÂrechÂteam FreiÂtag, 13. FebruÂar 2026 um 22:55
Zwei MitÂglieÂder des NetzÂwerks KRiSÂtA scheiÂterÂten mit dem VerÂsuch, vor dem EuroÂpäiÂschen GerichtsÂhof für MenÂschenÂrechÂte ebenÂdieÂse in VerÂfahÂren mit CoroÂnabeÂzug durchÂzuÂsetÂzen. NachÂdem ThoÂmas WagÂner bereits mit seiÂner BeschwerÂde gegen die auf eine nichÂtiÂge natioÂnaÂle VorÂschrift gestützÂte VerÂhänÂgung eines BußÂgelÂdes wegen VerÂstoÂßes gegen eine MasÂkenÂpflicht nicht durchÂgeÂdrunÂgen war, verÂmag der GerichtsÂhof auch in ChrisÂtiÂan DettÂmars VerÂurÂteiÂlung wegen RechtsÂbeuÂgung in willÂkürÂliÂcher Abkehr von der bisÂheÂriÂgen RechtÂspreÂchung zu dieÂsem TatÂbeÂstand und in der darÂaus resulÂtiÂenÂden EntÂferÂnung DettÂmars aus dem RichÂterÂamt keiÂne unfaiÂre BehandÂlung zu sehen.
- Ist ein ohne körÂperÂliÂche UnterÂsuÂchung ausÂgeÂstellÂtes MasÂkenÂbeÂfreiÂungsÂatÂtest unrichÂtig i. S. d. §§ 278, 279 StGB?am MonÂtag, 9. FebruÂar 2026 um 17:01
WähÂrend der CoroÂna-PanÂdeÂmie entÂschieÂden vieÂle GerichÂte in StrafÂproÂzesÂsen gegen ÄrzÂte und PatiÂenÂten, dass deren AttesÂte zur MasÂkenÂbeÂfreiÂung allein desÂhalb unrichÂtig seiÂen, weil keiÂne körÂperÂliÂche UnterÂsuÂchung des PatiÂenÂten durch den Arzt stattÂgeÂfunÂden habe. DieÂser AufÂsatz zeigt auf, dass eine derÂarÂtiÂge AusÂleÂgung der §§ 278, 279 StGB sich nicht auf vorÂherÂgeÂhenÂde oberÂgeÂrichtÂliÂche RechtÂspreÂchung oder BerufsÂordÂnunÂgen für ÄrzÂte stütÂzen kann, sonÂdern gegen die TheÂraÂpieÂfreiÂheit und das WirtÂschaftÂlichÂkeitsÂgeÂbot verÂstößt.
- MasÂkenÂbeÂschafÂfung vor der EnqueteÂkomÂmisÂsiÂon des BunÂdesÂtaÂgesam MonÂtag, 12. JanuÂar 2026 um 21:35
Jens Spahn, der 2020 als BunÂdesÂgeÂsundÂheitsÂmiÂnisÂter die MasÂkenÂbeÂschafÂfung zur ChefÂsaÂche erklärt hatÂte, stand bei seiÂner AnhöÂrung am 15.12.2025 vor der EnqueteÂkomÂmisÂsiÂon des BunÂdesÂtaÂges im öffentÂliÂchen InterÂesÂse. Ihm wurÂde vorÂgeÂhalÂten, gegen wisÂsenÂschaftÂliÂche ErkenntÂnisÂse des RKI und der WHO der BevölÂkeÂrung ohne DifÂfeÂrenÂzieÂrung das TraÂgen von MasÂken als alterÂnaÂtivÂlos darÂgeÂstellt zu haben. Mit seiÂner BeteiÂliÂgung wurÂde durch TäuÂschung parÂlaÂmenÂtaÂriÂscher GreÂmiÂen das ca. 20fache der bewilÂligÂten MasÂken angeÂschafft, für die es keiÂne VerÂwenÂdung gab. DieÂse verÂfasÂsungs- und rechtsÂwidÂriÂgen AnschafÂfunÂgen haben einen SchaÂden von bis zu 10 MilÂliÂarÂden Euro verÂurÂsacht. Die AnhöÂrung von Jens Spahn hat nicht nur einen ManÂgel an seiÂner perÂsönÂliÂchen InteÂgriÂtät offenÂbar werÂden lasÂsen. Sie hat auch gezeigt, dass die erneuÂten VorÂwürÂfe des BunÂdesÂrechÂnungsÂhofs bezügÂlich der MasÂkenÂbeÂschafÂfung keiÂne SelbstÂkriÂtik bei ihm ausÂlöÂsen. Eine wirkÂliÂche AufÂarÂbeiÂtung wird verÂhinÂdert, weil ImageÂpfleÂge und die poliÂtiÂsche KarÂrieÂre bei ihm im VorÂderÂgrund steÂhen. UnterÂstützt von seiÂnen CDU-ParÂteiÂfreunÂden braucht Jens Spahn nicht einÂmal poliÂtiÂsche KonÂseÂquenÂzen zu befürchÂten. Es bleibt ein ungeÂlösÂtes GerechÂtigÂkeitsÂproÂblem in nicht toleÂrierÂbaÂrem AusÂmaß, das die PoliÂtikÂverÂdrosÂsenÂheit der BürÂger steiÂgern wird.
- KRiSÂtA-BuchÂverÂöfÂfentÂliÂchung „Der RechtsÂstaat in der KriÂse“am MonÂtag, 8. DezemÂber 2025 um 22:51
Das NetzÂwerk KriÂtiÂsche RichÂter und StaatsÂanÂwälÂte hat erstÂmals ein Buch verÂöfÂfentÂlicht. Es ist unter dem Titel „Der RechtÂstaat in der KriÂse“ im VerÂlag ThoÂmas Kubo erschieÂnen und verÂsamÂmelt ausÂgeÂwählÂte KRiSÂtA-ArtiÂkel aus den JahÂren 2021 bis 2025, die sich theÂmaÂtisch mit der CoroÂnaÂkriÂse, mit FraÂgen der MeiÂnungs- und WisÂsenÂschaftsÂfreiÂheit sowie dem WHO-PanÂdeÂmieÂverÂtrag und den InterÂnaÂtioÂnaÂlen GesundÂheitsÂvorÂschrifÂten beschäfÂtiÂgen.
- Kein RechtsÂschutz gegen forÂmell und mateÂriÂell verÂfasÂsungsÂwidÂriÂge MasÂkenÂpflicht vor dem EuroÂpäiÂschen GerichtsÂhof für MenÂschenÂrechÂteam MonÂtag, 10. NovemÂber 2025 um 4:37
Auch vor dem EuroÂpäiÂschen GerichtsÂhof für MenÂschenÂrechÂte (EGMR) in StraßÂburg ist der VerÂsuch gescheiÂtert, das Recht auf körÂperÂliÂche UnverÂsehrtÂheit bzw. auf GesundÂheit und die VerÂfahÂrensÂrechÂte gegen eine MasÂkenÂpflicht aus dem Herbst 2020 zu verÂteiÂdiÂgen. Der BeschwerÂde lag im Kern zugrunÂde, dass es gegen den GrundÂsatz „KeiÂne StraÂfe ohne Gesetz“ verÂstößt, MenÂschen wegen VerÂstöÂßen gegen verÂfasÂsungsÂwidÂriÂge und somit nichÂtiÂge VerÂordÂnunÂgen zu belanÂgen. Doch der EGMR hält eine VerÂletÂzung der MenÂschenÂrechtsÂkonÂvenÂtiÂon von vornÂherÂein für ausÂgeÂschlosÂsen. Damit weiÂgerÂte auch er sich, überÂhaupt in die PrüÂfung einÂzuÂsteiÂgen, inwieÂweit das lang andauÂernÂde TraÂgen von MasÂken gesundÂheitsÂschädÂlich ist.









