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KRiStA – Netzwerk Kritische Richter und Staatsanwälte n.e.V. KRiStA – Netzwerk Kritische Richter und Staatsanwälte n.e.V.
- Offener Brief an Friedrich Merz: Werden Sie ein Bundeskanzler des Friedens!am Samstag, 1. August 2026 um 6:53
Mehr als achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert Richterin und Privatdozentin Clivia von Dewitz an die bis heute nachwirkenden Traumata des Krieges in deutschen Familien. Ausgehend von ihrer eigenen Familiengeschichte plädiert sie für Diplomatie, Versöhnung und historische Verantwortung und appelliert an Bundeskanzler Friedrich Merz, alles für eine friedliche Lösung internationaler Konflikte zu tun. Der offene Brief erschien am 29. Juli 2026 in der Berliner Zeitung.
- Die Kirchenleitung selbst ist das Gesetz: Die Disziplinarklage gegen Pfarrer Martin Michaelisam Dienstag, 7. Juli 2026 um 13:21
Zwei Jahre, nachdem Pfarrer Martin Michaelis als Parteiloser auf der Liste der AfD für den Stadtrat in Quedlinburg kandidierte, hat die Kirchenleitung Disziplinarklage gegen ihn mit dem Ziel der Entfernung aus dem Dienst erhoben. Die Klagebegründung ist eine unfreiwillige Selbstentlarvung der Klägerin.
- Dritter Akt, letzter Aufzug – Bundesverfassungsgericht – das Recht tritt abam Freitag, 26. Juni 2026 um 7:12
Mit dem Nichtannahmebeschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungsbeschwerde von C. J. Hopkins gegen das Urteil des Kammergerichts Berlin ist die Frage des Ob der Strafbarkeit seiner Tweets nach § 86a StGB formell abschließend geklärt. Zeit, einen Schritt zurück zu treten und die Sache in einem breiteren Kontext zu betrachten. Wurde „Recht“ gesprochen?
- Wenn Gewissen bestraft wird: politische Verfolgung von Ärzten im heutigen Deutschlandam Freitag, 8. Mai 2026 um 8:52
„Ärzte mit Gewissen“ heißt eine vergangene Woche erschienene Website, die sich mit den Schicksalen politisch verfolgter Ärzte befasst. Dort geht es nicht um die düstere Geschichte Deutschlands, sondern um die Gegenwart. Bestraft, teils mit Gefängnis, werden derzeit Ärzte, die die Regeln der Wissenschaft beachtet haben – bzw. genau deswegen –, aber nicht zum gesundheitspolitisch gewünschten Ergebnis gekommen sind und entsprechend gehandelt haben. Beispielsweise betrifft das Mediziner, die die gesetzlich vorgeschriebene Impfung gegen Masern für medizinisch nicht sinnvoll erachten.
- Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheitam Mittwoch, 8. April 2026 um 17:18
Mit der Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit wenden sich Wissenschaftler, Mediziner, Juristen und Publizisten gegen die zunehmende Einschränkung des freien öffentlichen Diskurses in Deutschland. Die Erstunterzeichner warnen vor einer kulturellen, medialen und rechtlich-institutionellen Erosion der Meinungsfreiheit – einem Grundpfeiler der freiheitlichen demokratischen Ordnung.
- Rechtsverweigerung als Selbstverständlichkeit. Nachtrag zu „Ausgrenzung im Namen des Herrn“am Samstag, 21. März 2026 um 20:43
Die evangelische Kirche ist nach ihrem erklärten Selbstverständnis eine engagierte Anwältin von Rechtsstaat und Demokratie. In innerkirchlichen Angelegenheiten nimmt sie es mit der Verpflichtung gegenüber dem Recht allerdings weniger genau. Bei dem in diesem Beitrag geschilderten Fall einer Anfechtung der Gemeindekirchenratswahlen in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland stand offensichtlich von vornherein fest, dass die Entscheidung zugunsten der Kirchenleitung und zuungunsten des Beschwerdeführers ausgehen würde, denn eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Argumenten des Beschwerdeführers wurde nicht einmal versucht. Die mitgeteilte Begründung hat in solchen Fällen allein die Aufgabe, den Anschein einer juristisch vertretbaren Entscheidung zu erzeugen. Eine Farce.
- Künstliche Intelligenz als Teil der Kommunikationsüberwachungsbürokratie des Digital Services Act am Montag, 9. März 2026 um 17:35
Schwerpunkt der Diskussion war es bisher, ob durch den DSA Erkenntnisgewinn und Wahrheitsfindung durch einen offenen und kontroversen Prozess demokratischer Willensbildung behindert wird. Durch einen Dialog mit ChatGPT hat sich nunmehr herausgestellt, dass dies durch die Einbindung von KI auf gänzlich andere Art und Weise geschieht, als bisher angenommen. Jetzt werden Inhalte, die eigentlich Teil legitimer Debatten sein sollen, unabhängig davon, ob sie wahr oder evidenzbasiert sind, gelöscht. Alles, was potenziell missverstanden werden könnte, ist als „Desinformation“ markiert und wird gelöscht. Ob der Inhalt der Mitteilung wahr oder falsch, riskant oder nur kontrovers ist, darauf kommt es nicht mehr an. So wird Demokratie entkernt, weil die Fähigkeit der Bürger geschwächt wird, Mehrdeutigkeit und Meinungsverschiedenheiten produktiv auszuhalten.
- Asyl, ein Recht ohne Grenzen? Der Europäische Gerichtshof gewährt Afghaninnen unbegrenzt Asylam Freitag, 20. Februar 2026 um 21:05
Der Europäische Gerichtshof hat mit einer Entscheidung die Voraussetzungen für Afghaninnen geschaffen, erfolgversprechende Anträge auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft zu stellen. Diese Entscheidung ist ein weiterer Schritt Europas, sich, weit entfernt von der ursprünglichen Intention der Genfer Flüchtlingskonvention, für Menschenrechte und Menschenwürde nach rechtsstaatlichen Maßstäben weltweit verpflichtet zu erklären. Profiteure unterstützen diese Entwicklung. Der eventuell entgegenstehende Wille derjenigen, die die auferlegte humanitäre Leistung erbringen sollen, ist offensichtlich nachrangig ebenso wie die Gefahren aus einer weiter steigenden Belastung der Sozialsysteme.








